Der Sachsenring wird 2014 in der ursprünglichen Version gefahren

MotoGP 2014

— 10.06.2014

MotoGP-Piloten testen neue Streckenführung am Sachsenring

Am Donnerstag vor dem Motorrad-Grand-Prix am Sachsenring werden einige Piloten die entschärfte "Wasserfall"-Kurve testen

Am Donnerstag vor dem Trainingsauftakt zum Großen Preis von Deutschland (11. bis 13. Juli) auf dem Sachsenring werden einige MotoGP-Piloten mit ihren Motorrädern zu einem Sondertest auf den Kurs bei Hohenstein-Ernstthal gehen. Dabei werden die Fahrer eine mobile Schikane in den Kurve zehn und elf testen, mit der die Geschwindigkeit und damit das Sturzrisiko in der berühmt-berüchtigten "Wasserfall"-Kurve gesenkt wird.

"Ein ausgewählter Fahrer eines jeden Herstellers wird einige Runden fahren und es auf einem ordentlichen MotoGP-Motorrad testen, damit wir nicht nur die Meinung der Rennleitung, sondern auch der aktuellen Fahrer haben", wird Renndirektor Mike Webb von 'MCN' zitiert. Mittels mobiler Randsteine soll die Kurve elf entschärft werden, in der in der vergangenen Saison zahlreiche Piloten gestürzt waren.

Zunächst war deshalb geplant worden, die Streckenführung schon in diesem Jahr zu verändern, doch dieser Plan wurde mittlerweile verworfen. "Es gab nicht genug Zeit, um die Kurve anzupassen und dabei sicherzugehen, dass die Veränderung besser und nicht schlechter ist", sagt Webb. Ex-Weltmeister Loris Capirossi, der mittlerweile als Sicherheitsberater für die MotoGP tätig ist, hatte die Schikane zusammen mit Franco Uncini entworfen und im März mit einem Superbike getestet.

Allerdings will sich Rennleiter Webb vor der endgültigen Umgestaltung der spektakulären, aber gleichsam gefährlichen Kurve, noch das Urteil der aktuellen MotoGP-Piloten anhören. "Loris und Franco Uncini haben eine ihrer Meinung nach sinnvolle Lösung präsentiert, und in der Sicherheits-Kommission haben wir zugestimmt, dass sie auf dem Papier gut aussieht", so Webb. "Die endgültige Entscheidung wird in diesem Jahr am Tag vor dem ersten Training fallen."

Webb stellte jedoch klar, dass die veränderte Streckenführung auch bei einem erfolgreichen Test frühestens 2015 beim Grand Prix befahren wird. "Da sie erst am Donnerstag dort fahren werden, können wir es unmöglich für den Freitag ändern. Das würde dann das kommende Jahr betreffen."

Vor der schnellen Rechtskurve, die blind mit fast 250 km/h angefahren wird und in der es steil bergab geht, nehmen die Piloten sieben Linkskurven. Die Reifen sind deshalb auf der rechten Seite nicht mehr warm genug, dadurch rutscht häufig das Vorderrad weg.

Fotoquelle: FGlaenzel

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