Fährt "Tito" Rabat im nächsten Jahr in der MotoGP eine Kalex-Yamaha?

MotoGP 2014

— 11.06.2014

Kalex und MarcVDS arbeiten an MotoGP-Einstieg

Neues MotoGP-Team 2015? Kalex arbeitet an einer MotoGP-Studie mit einem Yamaha-Motor - MarcVDS klärt die Rahmenbedingungen für einen Startplatz ab

Im Hintergrund werden bereits die Weichen für die kommende Saison gestellt. Neben Suzuki könnte auch das eine oder andere neue Team in die Königsklasse aufsteigen. Die Teams Pons und MarcVDS arbeiten an einem möglichen Aufstieg in die MotoGP. Vor allem MarcVDS, das mit seinen beiden Fahrern "Tito" Rabat und Mika Kallio die Moto2-WM überlegen anführt, treibt das Projekt MotoGP voran. Denkbar ist eine Zusammenarbeit mit Kalex und Yamaha. Von Yamaha kommt der Motor der M1, dazu baut Kalex das Rolling Chassis.

Auch die deutsche Firma bereitet sich auf einen MotoGP-Aufstieg vor, auch wenn noch keine Verträge unterschrieben sind. "Es hat noch keine Gestalt angenommen. Wir legen aber Grundrahmenbedingungen fest, ohne feste Zusagen von Pons und MarcVDS zu haben", erklärt Kalex-Konstrukteur Alex Baumgärtel im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Wir sehen es als Projektplanungsphase."

"Wir fangen mit den Arbeiten an, haben auch schon mit Yamaha gesprochen. Wir warten darauf, ob wir Grunddaten von Yamaha bezüglich dem Motor und die Peripherie bekommen", gibt Baumgärtel Auskunft über den aktuellen Stand der Dinge. Nach den Projekten in der Moto3 und der Moto2 würde Kalex somit auch in der MotoGP aktiv werden. "Wir sind stark daran interessiert", unterstreicht Baumgärtel.

"Ich glaube, dass es ein guter Zeitpunkt ist, um im nächsten Jahr Erfahrungen zu sammeln. Wenn dann der Reifenwechsel kommt, fängt es für viele wieder frisch an. Ich denke, das wäre eine gute Situation, um ein gutes Package mit guten Zielen formen zu können." Der Blick ist langfristig, denn 2016 kommen neben Michelin auch einige andere Veränderungen auf die MotoGP zu. Allerdings steht und fällt das Projekt mit der Finanzierung.

Es hängt vom Startplatz ab

Biermilliardär Marc van der Straten könnte sich so ein Projekt leisten. "Wenn einer das will, dann kann er es sicher stemmen", glaubt Baumgärtel. Allerdings sind neben dem eigentlichen Projekt auch andere finanzielle Hürden zu stemmen: "Es hängt aber auch vom Team ab, wie die Rahmenbedingungen für den Einstieg sind. Wie sieht es mit der Dorna aus und wie viel muss man abdrücken, um den Startplatz zu bekommen? Diesbezüglich gibt es noch einige Fragezeichen."

"Das reine Technologiepaket ist gar nicht das Fragezeichen, sondern wie viel muss man bezahlen, um überhaupt starten zu dürfen. Welches Team muss man freikaufen und ähnliche Dinge." Das MarcVDS-Team soll sich eine Deadline bis zum Grand Prix von Assen Ende des Monats auferlegt haben. Auch Teammanager Michael Bartholemy betont, dass derzeit die Rahmenbedingungen geklärt werden müssen.

"Wir befinden uns in Gesprächen, um zu sehen, wie die Möglichkeiten aussehen. Das größte Fragezeichen betrifft aber den Startplatz. Man kann nicht einfach sagen, dass man jetzt in die MotoGP geht und jemand Platz machen soll", umreißt Bartholemy bei 'Motor Cycle News' die Problematik. "Die Dorna ist sehr loyal und wir müssen die Teams respektieren, die vor uns gestartet sind. Sie haben viel Zeit und Geld investiert. Die Dorna wird ihnen nicht einfach sagen, dass sie für MarcVDS Platz machen müssen."

"Wir müssen wissen, was Marc darüber denkt und verstehen, welches Material wir verwenden werden und was es kostet. Wir wissen, wie weit wir mit Yamaha sind. Bis Assen müssen wir eine Entscheidung treffen. Die endgültige Entscheidung wird von Marc getroffen. Wir können ihm nur die Möglichkeiten präsentieren. Dann liegt es an ihm, ob wir es tun können, oder eben nicht". Die nächsten Wochen werden entscheiden, ob MarcVDS mit einer Kalex-Yamaha das MotoGP-Feld 2015 bereichern wird.

Fotoquelle: Marc VDS

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