Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo reist nur als WM-Vierter zum Katalonien-Grand-Prix

MotoGP 2014

— 12.06.2014

Lorenzo: "Haben noch nicht das Maximum herausgeholt"

Spürbare Fortschritte bei Yamaha: Werkspilot Jorge Lorenzo ist optimistisch, dass er die Leistung von Mugello auch in Barcelona zeigen kann

Die MotoGP-Fans konnten beim Rennen in Mugello die Wiederauferstehung von Ex-Weltmeister Jorge Lorenzo sehen. Beim Grand Prix von Italien verpasste der Spanier nur knapp den Sieg und wirkte deutlich motivierter als bei den vergangenen Rennen. Nun steht mit Barcelona das zweite Heimrennen der Saison bevor. Der Kurs in Katalonien harmonierte in der Vergangenheit gut mit der Charakteristik der Yamaha M1.

"Wir werden sehen, ob wir wieder vorne mithalten können. Es ist ein anderer Kurs mit einem anderen Belag und anderen Kurven. Ich denke, dass wir in Mugello einen Fortschritt erzielen konnten", bemerkt Lorenzo. "Ich war zudem etwas besser in Form und hatte nun noch einmal zwei Wochen Zeit, um mehr zu trainieren. Ich denke, dass ich hier noch besser trainiert bin. Ich denke, dass wir uns in einer guten Form befinden."

"Ich begann in diesem Jahr sehr spät mit meiner Vorbereitung. Zudem wechselte ich zwei Mal den Fitnesstrainer. Mit dem dritten Trainer bin ich nun ziemlich zufrieden. Es gibt noch Luft nach oben. Ich denke, es ist besser als in Mugello, doch das ist noch nicht das Optimum", grübelt der Spanier, der auch bei seinem Arbeitsgerät noch Luft nach oben sieht: "Ich denke nicht, dass wir schon das Maximum herausgeholt haben. Das Motorrad hat bei der Elektronik noch Potenzial."

"Montmelo liegt der Yamaha. Der Kurs kommt auch meinem Fahrstil entgegen. Wir standen in den vergangenen Jahren immer auf dem Podium. In diesem Jahr ist es durch die Open-Fahrer schwieriger. Ducati konnte sich deutlich steigern. Und auch Pol Espargaro, Bradl und Bautista sind sehr stark. Es ist schwieriger, auf dem Podium zu stehen. Doch wenn wir das Niveau von Mugello halten können, ist der Kampf um den Sieg möglich", so der Yamaha-Pilot, der in Italien den Top-Speed der M1 kritisierte.

Auch in Barcelona ist der Top-Speed wichtig. "Der Top-Speed-Unterschied hat sich in den vergangenen vier oder fünf Jahren nicht so stark verändert. Wir waren immer drei, vier oder fünf km/h langsamer. Es hängt von der Strecke ab, ob es mehr oder weniger ist. Es hängt viel vom Kurvenausgang ab", erklärt Lorenzo. "An diesem Wochenende könnten wir vielleicht die Top-Speeds der Hondas erreichen."

"Die Gerade macht nur einen Kilometer der Streckenlänge aus. Der Rest ist mehr als drei Kilometer lang. Hoffen wir, dass wir auf diesen etwa dreieinhalb Kilometern stark sind, damit wir nicht auf den besten Top-Speed angewiesen sind", schildert der zweifache MotoGP-Champion, der mittlerweile besser mit dem 2014er-Getriebe seiner Maschine zurechtkommt.

"Vor zwei Jahren bat ich Yamaha, ein Getriebe zu entwickeln, bei dem man Herunterschalten kann, ohne die Kupplung zu betätigen. Das hatten Honda und andere Hersteller. Wir wollten das auch haben", berichtet Lorenzo. "Zu Beginn der Saison war es aber kein Vorteil für mich im Vergleich zum konventionellen System. Für Valentino war es ein Vorteil. Schritt für Schritt änderte ich ein paar Dinge und fühlte mich wohler. Bei den vergangenen Rennen nahmen wir an der Elektronik Änderungen vor, um den Bremsweg zu verkürzen. Die großen Bremsscheiben waren ein Vorteil. Dadurch sind wir auf der Bremse besser, aber es gibt noch Potenzial für Verbesserungen."

Fotoquelle: FGlaenzel

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