MotoGP in Barcelona: Donnerstag

MotoGP 2014

— 15.06.2014

Marquez über Barcelona-Triumph: "Noch härter als in Mugello"

Die Konkurrenz kommt Marc Marquez immer näher, doch auch in Barcelona behielt der amtierende Weltmeister am Ende gegen Rossi und Co. wieder die Oberhand

Am Samstag beendete Honda-Teamkollege Dani Pedrosa zwar die Pole-Serie von Marc Marquez, im Rennen war der amtierende Weltmeister in Barcelona allerdings wieder einmal nicht zu schlagen und sicherte sich im siebten Lauf der Saison 2014 den siebten Sieg. Allerdings machte es der 21-Jährige erneut bis zum Ende spannend, in der letzten Runde kam es sogar zum Kontakt mit Pedrosa.

"Heute war es ein sehr, sehr hartes Rennen, noch härter als in Mugello", berichtet Marquez und ergänzt: "Es war unglaublich, hier auf meiner Heimstrecke zu fahren, ganz besonders in den letzten Runden. Am Anfang hatte ich einige Probleme, denn die Yamaha-Piloten hatten eine gute Pace. Aber gegen Mitte des Rennens kam ich zurück und konnte Valentino folgen."

"Allerdings machte ich am Ende der Geraden einen Fehler. Ich merkte, dass ich über das Limit gegangen war, und ging von der Strecke, um die anderen nicht zu gefährden. Natürlich habe ich da Zeit verloren, aber ich kam zurück und in den letzten Runden hatten wir einen wirklich tollen Kampf mit Dani und Valentino. Jorge war auch da, aber etwas weiter weg. Besonders mit Dani war es sehr, sehr schön."

Harter Kampf gegen Pedrosa

"Es war vielleicht das erste Mal, dass ich in der letzten Runde gegen ihn kämpfen musste. Ich sah, dass er auch sehr spät bremste. Ich freue mich einfach über die 25 Punkte hier auf meiner Heimstrecke." Allerdings fährt der Spanier bereits seit dem vergangenen Rennen in Mugello zumindest nicht mehr in einer eigenen Welt. Dort setzte er sich nur ganz knapp gegen Jorge Lorenzo durch, in Barcelona machte ihm nun Pedrosa das Leben schwer.

"Es war in Kurve zehn und ich spürte die Berührung", schildert Marquez seine Eindrücke der letzten Runde und ergänzt: "Ich verlor das Heck etwas, aber so sind Rennen eben. Jeder pusht in der letzten Runde und es ist normal, dass es manchmal Kontakt gibt. Dieses Mal hat mich Dani etwas berührt, aber wir hatten Glück und es ist nichts passiert. Es tut mir leid für ihn, dann er kam von der Ideallinie ab."

"In der letzten Runde fährt man immer defensiv und in dieser Kurve bin ich in den Runden davor von der Ideallinie abgekommen. Aber in dieser Runde bremste ich etwas härter und spürte dann die Berührung. Es war ziemlich eng, aber in der letzten Runde ist es klar, dass der andere Fahrer versuchen wird, dich zu überholen. Dann fährt man eine enge Linie, um das Rennen zu gewinnen."

Marquez-Brüder schreiben Geschichte

Daher wollte Marquez auch kein Risiko eingehen und die Rennentscheidung erst in der letzten Kurve suchen, wie es Rossi einst 2009 gegen Lorenzo getan hatte. "Valentino hat uns gezeigt, wie das geht. Aber es ist schwierig, denn nachdem Valentino das gemacht hat, versuchen jetzt alle, das zu verhindern", erklärt der amtierende Champion.

Im Hinblick auf den kommenden Grand Prix sagt der Spanier: "In Assen kann man nie wissen, was passieren wird. Wir werden dort unser bestes geben und natürlich versuchen, um den Sieg zu kämpfen. Im vergangenen Jahr waren die Yamaha-Fahrer dort sehr stark. Außerdem scheint diese Strecke zum Fahrstil von Valentino und Jorge zu passen. Aber wenn wir ein gutes Setup finden und unsere Stärken ausspielen, dann können wir mit ihnen kämpfen."

Und schließlich ist da ja auch noch der kleine Bruder Alex, der in der Moto3 seinen ersten Saisonsieg feierte. Damit sind die Marquez-Brüder das erste Geschwisterpaar, dass an einem Grand-Prix-Wochenende jeweils ganz oben auf dem Siegerpodium stand. Marc erklärt: "Heute bin ich wirklich glücklich, denn mein Bruder ist ein unglaubliches Rennen gefahren. Ich habe mich so für ihn gefreut. In Mugello waren alle etwas enttäuscht, aber hier ist er ein wirklich gutes Rennen gefahren."

Fotoquelle: Repsol

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