Cal Crutchlow kann kein Vertrauen zur Desmosedici aufbauen

MotoGP 2014

— 16.06.2014

Crutchlow: Die Suche nach dem Selbstvertrauen

Die Desmosedici vermittelt Cal Crutchlow nach wie vor kein Vertrauen: Das Barcelona-Aus nagt weiter an der Zuversicht des Ducati-Werkspiloten

Die bisherige Saison von Cal Crutchlow verlief enttäuschend. Lediglich 15 WM-Punkte aus sieben Rennen und Platz 16 in der Fahrerwertung sind sicher nicht das, was sich der ehemalige Tech-3-Yamaha-Pilot vor seiner ersten Saison als Werkspilot erhofft hat. Die Ducati Desmosedici und Crutchlow haben noch nicht richtig zueinander gefunden. Im Gegensatz zu Andrea Dovizioso und Andrea Iannone kommt der Brite nicht besonders gut mit der GP14 zurecht. Zudem wurde Crutchlow oft von technischen Problemen heimgesucht.

Auch in Barcelona strandete Crutchlow mit einem Defekt. Der Motor der Desmosedici verweigerte phasenweise den Dienst und regelte die Leistung herunter. Ein ähnliches Problem hatte Crutchlow bereits beim Saisonauftakt in Katar, als die Elektronik Probleme mit dem GPS-Signal hatte. Doch in Barcelona war die Fehlfunktion deutlich gefährlicher. Der fehlende Vortrieb hätte durchaus zu einer Kollision mit einem anderen Fahrer führen können.

"Ich bin derjenige, der das Risiko eingeht und das Motorrad fährt. Damit habe ich kein Problem. Ich empfinde keine Angst", stellt Crutchlow klar, der sich dennoch Sorgen macht: "Es besorgt mich, dass das Motorrad plötzlich ausgeht. Es ist immer für den Hinterherfahrenden eine große Gefahr und besorgt mich. Es ist problematisch, wenn ein Motorrad an einer Stelle plötzlich ausgeht, an der man sonst Vollgas gibt."

Die Sorgen kosten weiteres Vertrauen. Crutchlow weiß, dass er die Bedenken schnellstmöglich verdrängen muss: "Ich darf mir darüber aber keine Gedanken machen. Doch es ist schwierig, dem Motorrad zu vertrauen", bemerkt der ehemalige Supersport-Weltmeister, der noch nicht mit der Ducati zurechtkommt. "Das Feedback vom Motorrad ist schlecht. Ich spüre nicht, was das Motorrad macht. Da wir die Rennen nicht beenden wird das Vertrauen nicht besser."

"Normalerweise habe ich keine Probleme mit dem Vertrauen und kann hart pushen. Ich kann über Nacht alles vergessen und bin am nächsten Tag wieder voll da. Das konnte man bei den vielen Stürzen sehen, die ich in der Vergangenheit gut verdaut habe. Nach einem Sturz konnte ich mich direkt wieder aufs Motorrad setzen und eine starke Rundenzeit fahren", blickt Crutchlow zurück. Aufgeben möchte der WM-16. noch nicht. "Wir arbeiten zusammen als Team. Ich weiß, dass alle hart arbeiten."

Fotoquelle: Ducati

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