Valentino Rossi war mit den Updates an seiner Yamaha M1 ziemlich zufrieden

MotoGP 2014

— 16.06.2014

Rossi: Viele neue Teile, keine schnelle Rundenzeit

Im Gegensatz zur Konkurrenz verzichtet Valentino Rossi beim Test in Barcelona auf eine schnelle Runde - Neuer Auspuff eventuell schon ab Assen im Einsatz

Nach dem furiosen Grand Prix am Sonntag hatte Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi am Montag keine Verschnaufpause. Der Italiener testete in Barcelona neue Teile. Zuerst wurde ein neuer Auspuff an der M1 montiert. Später ging Rossi mit einer neuen Motor-Ausbaustufe auf die Strecke. Und auch bei der Elektronik lieferte Yamaha neue Lösungen. Eine neue Einstellung bei der Motorbremse soll den Nachteil in den Bremszonen verringern.

"Wir hatten wichtige Neuerungen, die wir testen wollten", bemerkt Rossi nach dem Test. "Der neue Auspuff war das erste Teil, das wir probieren wollten. Wenn wir wollen, dann können wir den neuen Auspuff bereits beim kommenden Rennen verwenden. Der Unterschied ist nicht besonders groß. Der Auspuff ist nicht schlecht. Vielleicht werden wir ihn in Assen verwenden. Das besprechen wir noch mit dem Team."

"Der neue Auspuff sorgt für eine bessere Gasannahme und ein besseres Ansprechen bei niedrigen Drehzahlen. Es ist dadurch einfacher, das Motorrad zu kontrollieren. Mehr Leistung bringt der Auspuff aber nicht", stellt der Yamaha-Werkspilot klar. "Der Klang ist etwas anders. Ich mag den sonoren Sound der Yamaha. Beim neuen Auspuff ist der Klang etwas eher so wie bei den anderen Maschinen."

In der Zeitenliste tauchte Rossi nur auf der zehnten Position auf. Auf Marc Marquez verlor der Yamaha-Pilot etwa eine Sekunden. Doch schnelle Rundenzeiten waren nicht das Tagesziel. Stattdessen konzentrierte sich der "Doktor" auf die neuen Teile an seiner M1. "Für die kommende Saison haben wir bereits einen neuen Motor getestet. Der Motor ist gut, er hat mehr Leistung. Aber durch den neuen Motor wird das Motorrad schwieriger zu fahren."

"Er hat mehr Spitzenleistung, aber unter Volllast ist das Motorrad unruhiger. Es gibt einen kleinen Vorteil, doch man muss mehr kämpfen. Wir möchten also den Vorteil erhalten und den Motor gleichzeitig sanfter machen. Das ist das Ziel für die kommende Saison", verrät Rossi. Durch die eingefrorenen Motoren darf die neue Spezifikation in der laufenden Saison ohnehin nicht verwendet werden.

"Wir haben auch ein paar neue Lösungen bei der Motorbremse getestet, um Fortschritte in den Bremszonen zu erzielen. Zudem haben wir den neuen Vorderreifen von Bridgestone probiert, der sehr gut ist. Wenn es heiß ist, dann müssen wir den 34er-Reifen verwenden, der nicht so richtig mit unserem Motorrad harmoniert. Der neue Reifen soll den 34er-Reifen ersetzen und ist meiner Meinung nach ein Fortschritt", so Rossi.

In den ersten Minuten wurde das Layout in Barcelona nach Formel-1-Vorbild geändert, um die Kurve zehn sicherer zu machen. "Ich bin nicht gefahren, weil ich diese Kurve nicht mag. Ich probierte sie mit dem Auto, auch mit dem Formel-1-Auto, und denke, dass sie Mist ist. Die ursprüngliche Kurve ist eine tolle und klassische Kurve, die für die MotoGP perfekt ist. Leider mangelt es an Auslauf. Wenn es nach mir geht, bleibt es alles so, wie es bisher war", erklärt Rossi. "Doch ich weiß nicht, was die anderen Fahrer dazu sagen. Ich denke, es wird in der nächsten Sicherheits-Kommission angesprochen."

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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