Stefan Bradl: "Ich esse selten Kuchen und trinke so gut wie nie Alkohol"

MotoGP 2014

— 23.06.2014

Bradl über die Suche nach dem idealen Training

Der perfekte Trainingsplan für einen MotoGP-Piloten muss noch geschrieben werden: Stefan Bradl gibt einen Einblick in sein Training

MotoGP-Piloten müssen ausdauernd, kräftig und gleichzeitig leicht sein. Diese drei Faktoren zu kombinieren, erfordert ausgeklügelte Trainingspläne. Durch Radfahren und Joggen wird die Ausdauer trainiert. Im Fitnessstudio trainieren die Ausnahmekönner ihre Muskeln, um die etwa 260 PS starken MotoGP-Maschinen zu bändigen. Eine durchdachte Ernährung ist notwendig, um das Gewicht niedrig zu halten.

Auch Stefan Bradl hat einen umfangreichen Trainingsplan. "Ich stehe zeitig auf und frühstücke um acht Uhr. Ab zehn Uhr beginne ich, mich zu dehnen. Das mache ich etwa 30 Minuten", berichtet der LCR-Honda-Pilot. "Danach gehe ich Joggen, was etwa eine Stunde dauert. Im Sommer bevorzuge ich, lieber ein paar Stunden Rad zu fahren anstatt zu Joggen. 12:30 Uhr esse ich mit meiner Familie Mittag."

"Danach entspanne ich mich ein bisschen. Später geht es für weitere zwei Stunden zum Krafttraining mit meinem Personal-Trainer", erklärt der Deutsche, der seinen Trainingsplan nach und nach perfektioniert. "Motorradfahren ist nicht so verbreitet wie andere Sportarten. Es gibt keine einheitliche oder offizielle Trainingstechnik dafür. Jeder Fahrer entscheidet sich für seine eigene Technik."

Wichtig ist, einen Mix aus aeroben und anaeroben Training zu managen: "Um meine Ausdauer zu trainieren, folge ich einem intensiven aeroben Trainingsplan. Ich fahre Rad und renne sehr viel", schildert Bradl. "Für die Reaktionsschnelligkeit konzentriere ich mich auf anaerobe Übungen wie Sprints. Zudem trainiere ich meine Balance und kombiniere Übungen."

"In der MotoGP passiert alles in Sekundenbruchteilen. Es ist nicht einfach, den Körper und den Kopf zu trainieren, um immer schneller zu reagieren. Ideal wäre es, jeden Tag mit der MotoGP-Maschine zu fahren, doch das ist nicht möglich. Deswegen weichen wir oft auf Motocross aus - wenigsten zwei Mal pro Woche", bemerkt der ehemalige Moto2-Weltmeister, der im Winter anders trainiert als in der Saison.

"Für die nötige Kraft trainiere ich im Winter meine Muskeln mit vielen Gewichten. Während der Saison konzentriere ich mich auf weniger Gewichte. Schlagartiges Bremsen und die Richtungsänderungen sind während der Rennen der härteste Teil. Wir benötigen starke Brustmuskeln, Schultern und Beine", erklärt der Honda-Pilot, der gern an ausgefallenen Orten trainiert: "Ich liebe es, am Strand zu trainieren."

Neben dem Training muss Bradl auch auf die Ernährung achten. Süßigkeiten und Alkohol sind meist tabu: "Als verantwortungsbewusster Athlet folge ich auch einem ausbalancierten Diät-Plan - Nudeln, Fleisch, Fisch und Früchte, Proteine, Kohlenhydrate, Fette und Vitamine. Ich esse selten Kuchen und trinke so gut wie nie Alkohol. Während der Rennwochenenden trinke ich sehr viel, damit ich gut hydriert bin - vor allem in Gegenden wie Malaysia, wo es höllisch heiß ist. Eineinhalb Stunden vor dem Rennen esse ich helle Nudeln und Früchte."

Fotoquelle: LCR-Honda

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