Stefan Bradl fährt in Assen erstmals in den Farben des neuen LCR-Sponsors CWM

MotoGP 2014

— 25.06.2014

Bradl: In neuen Farben zu neuem LCR-Vertrag?

Stefan Bradl steht einmal mehr vor einem wichtigen Rennen: Bei der Dutch TT in Assen fährt er mit neuem Sponsor auf der Verkleidung um einen neuen Vertrag

Stefan Bradl fährt in Assen mit einer großen Last auf seinen Schultern. In der Saison 2014 läuft es für den LCR-Honda-Piloten eher holprig, einen Vertrag für 2015 hat er auch vor dem Grand Prix der Niederlande nicht in der Tasche. Nächste Station auf dem Weg zu einem neuen Kontrakt wäre ein gutes Ergebnis in Assen, wo das Rennen traditionell bereits am Samstag über die Bühne geht.

Mit welchen Erwartungen geht Bradl in die Dutch TT? "Die Strecke liegt ja nicht weit von Deutschland entfernt. Es ist immer toll, hier die Unterstützung der Fans zu spüren", sagt der LCR-Honda-Pilot aus Zahling und merkt mit Blick auf den 4,542 Kilometer langen TT-Circuit an: "Im Qualifying kam ich hier immer gut zurecht, doch aus irgendeinem Grund sind mir die Rennen auf dieser Strecke bisher nicht sonderlich gut gelungen - auch in den kleineren Klassen nicht. Ich weiß nicht, woran das liegt."

"Das müssen wir an diesem Wochenende ändern", meint Bradl und fügt an: "Ich bin optimistisch, dass das gelingt, denn in Barcelona haben wir ein paar Verbesserungen gefunden." So sei nun vor allem der Grip am Hinterrad besser, was sich positiv auf die Rundenzeiten auswirke. Mit diesem Wissen will Bradl am Samstag in Assen seine vierte Top-5-Platizerung der Saison einfahren.

Saison 2014 bisher ein Auf und Ab

Doch Platz vier in Austin und die fünften Plätze in Termas de Rio Hondo und zuletzt in Barcleona können über einen Fakt nicht hinwegtäuschen. "Meine Saison war bisher ein Auf und Ab", weiß Bradl und merkt an: "Das war im vergangenen Jahr schon genauso. Ich habe versucht, es in diesem Jahr etwas besser zu kontrollieren, habe versucht, konstanter zu fahren. Wenn man aber am Limit fährt, passiert es von Zeit zu Zeit, dass sich ein kleiner Fehler einschleicht oder dass man stürzt."

So purzelte der LCR-Honda-Pilot beim Saisonauftakt in Doha in Führung liegend von seiner RC213V. Auch in Mugello stürzte er, war in diesem Fall aber unschuldig. Direkt vor ihm war Ducati-Pilot Cal Crutchlow zu Fall gekommen. Bradl hatte keine Chance, der mitten auf der Bahn liegenden Desmosedci GP14 auszuweichen.

"Mugello war einfach Pech", sagt Bradl und unterstreicht, am Samstag in Assen "in den Top 5 ins Ziel kommen" zu wollen. Zudem will er den Rückstand auf den Sieger "so klein wie möglich halten". Das umzusetzen, sei aber "nun mal nicht so einfach", wie der Moto2-Weltmeister des Jahres 2011 anmerkt.

Neuer Sponsor plant langfristig

Immerhin: Wie das LCR-Team am Mittwoch in Assen offiziell bekanntgab, hat man für den Rest der Saison und darüber hinaus einen neuen Geldgeber gefunden. So wird das Logo von "CWM World Corporate and Business Solutions" künftig regelmäßig seinen Platz auf der Verkleidung von Bradls Maschine finden.

Am diesem Wochenende in Assen tritt der Deutsche erstmals mit der neuen, von Hellblau dominierten, Lackierung an. Im weiteren Saisonverlauf wird CWM auch bei den Rennen in Brünn und auf Phillip Island als Hauptsponsor auftreten. Bei allen übrigen Saisonläufen tritt der neue Geldgeber als Nebensponsor auf.

"Als ich CWM World erstmals traf und ihre Geschäftsbereiche kennenlernen durfte, erkannte ich, dass sich ihre Vision perfekt mit der unseren deckt", sagt LCR-Teamchef Lucio Cecchinello und lässt wissen: "Mit der Unterstützung von CWM wollen wir die Verbindung CWM/LCR auf ein neues Level heben."

"Wir freuen uns sehr über den Beginn der Zusammenarbeit mit LCR", so ein Sprecher von CWM anlässlich der Bekanntgabe in Assen. "Lucio und sein Team sind erfolgreich und hochmotiviert." Die Synergie zwischen den beiden Marken und den dahinterstehenden Märkten sei die Basis für eine "perfekte Verbindung".

Für die Zukunft sind die Weichen bereits gestellt. So plant man bei CWM, in der Saison 2015 als Titelsponsor des Honda-Satellitenteams aufzutreten. Bleibt die Frage, ob Stefan Bradl dann noch der Fahrer sein wird. Mit guten Ergebnissen bei den bevorstehenden Rennen kann er selbst die beste Visitenkarte abgeben.

Fotoquelle: LCR-Honda

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