MotoGP in Assen: Pre-Events

MotoGP 2014

— 26.06.2014

Crutchlow weit zurück: "Einige Dinge sind unerklärlich"

Auch in Assen hadert Cal Crutchlow mit seiner Ducati Desmosedici: Mehr als 1,8 Sekunden Rückstand auf die Spitze und Platz 13 für den Briten

Beim Trainingsauftakt zur Dutch TT in Assen enttäuschte Cal Crutchlow ein weiteres Mal. Im Vorjahr sicherte sich der Brite mit seiner Tech-3-Yamaha noch die Pole-Position. Mit der Ducati ist er aber alles andere als konkurrenzfähig. Am Freitag fehlten 1,816 Sekunden auf die Tagesbestzeit. Die Markenkollegen Andrea Iannone und Andrea Dovizioso waren mehr als eine Sekunde schneller.

"Ich fühle mich nicht wohl. Zudem gibt es in den Aufzeichnungen Dinge, die nicht erklärbar sind. Selbst das Team weiß keine Antworten. Es ist nicht so, dass ich behaupte, das Limit gefunden zu haben und Ende. Wir arbeiten in jeder Session daran, die Situation zu verbessern", erklärt Crutchlow nach einem weiteren enttäuschenden Arbeitstag. Ein großes Rätsel stellen momentan die Kurvengeschwindigkeiten dar.

"Eines der Dinge, die keiner erklären kann, sind die Schräglagen des Motorrads. Wir können nicht erklären, warum Dovi und Iannone in jeder Kurve vier oder fünf Grad mehr Schräglage fahren können als ich", grübelt Crutchlow. "Wir befinden uns bei vier oder fünf Grad weniger Schräglage bereits am Limit. Das sollte nicht mein Limit darstellen. Ich kann das Motorrad nicht schräger fahren, denn sonst liege ich auf dem Boden."

"Das war in allen Kurven auf jeder Runde in diesem Jahr der Fall. Wir können es nicht erklären", ärgert sich der Brite. "Im Vorjahr fuhr ich in den meisten Kurven ein Grad weniger Schräglage als Lorenzo und ein Grad mehr als Vale. Wir suchen nach Antworten, doch ich verspreche, dass es keine gibt. Wir haben es selbst auf den TV-Bildern untersucht. Verglichen mit den anderen Ducati-Piloten fahre ich wie auf Eiern - und das bei vier oder fünf Grad weniger Schräglage. Es sollte genau umgekehrt sein."

"Wir können es auf den Daten sehen, doch es gibt keine Erklärungen dafür. Es spielt keine Rolle, welches Setup wir verwenden. Egal ob ich mir Andreas Einstellungen oder die von Valentino aus der Vergangenheit oder die von Nicky aus dem Vorjahr wünsche, es macht keinen Unterschied", schimpft der WM-16., der sich auf seiner Werks-Ducati überhaupt nicht wohl fühlt.

"Ich musste noch nie soviel riskieren, ohne dabei gute Ergebnisse zu erzielen. Vor mir fuhren sechs, sieben oder acht andere Piloten mit der Ducati und alle hatten unterschiedliche Fahrstile. Doch die Ergebnisse waren immer ähnlich", vergleicht Crutchlow. Teamkollege Dovizioso konnte sich bereits in der vergangenen Saison auf die Desmosedici einstellen. Momentan fällt es dem Italiener recht leicht, Crutchlow hinter sich zu lassen.

"Dovi" erwartete bereits, dass Crutchlow mit der Ducati seine Probleme haben wird: "Ein wenig. Ich wusste, dass Cal mit diesem Motorrad nicht so schnell sein würde, denn das Limit ist sehr groß. Ich bin aber davon ausgegangen, dass es etwas besser laufen würde. Er hat abgesehen von Yamaha keinerlei Erfahrung. Das macht den Unterschied aus, vor allem wenn es große Limits gibt. Dann ist es viel schwieriger, diese Situation in den Griff zu bekommen. Ich bin etwas überrascht, aber nicht sehr. Cal ist ein schneller Fahrer und wir kennen sein Potenzial, aber jede Situation ist anders", so Dovizioso.

Fotoquelle: Ducati

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