MotoGP in Assen: Pre-Events

MotoGP 2014

— 28.06.2014

Marquez: "War nervöser als sonst"

Achter Sieg im achten Rennen: Selbst das Wetterchaos bei der Dutch TT in Assen kann an der Siegesserie von Marc Marquez nichts ändern

Vor dem Beginn des MotoGP-Rennens fanden die Piloten eine feuchte Strecke vor, die an einigen Stellen abgetrocknet war. Bei der Reifenwahl waren sich die Fahrer der Königsklasse aber größtenteils einig und setzten auf Regenreifen. Auch Marc Marquez startete mit den profilierten Pneus. Vom Start weg mischte der Spanier an der Spitze mit und kämpfte mit Andrea Dovizioso um den Sieg. Am Ende setzte sich Marquez auf der abgetrockneten Strecke durch und holte den achten Saisonsieg.

"Es war unglaublich. Ich war vor dem Rennen nervös. Niemand wusste, was die optimale Strategie ist. Wir starteten auf Regenreifen und wussten, dass es nach sechs oder sieben Runden trocken sein wird. Zu Beginn wäre es mit Slicks zu gefährlich gewesen", berichtet der Honda-Werkspilot, der nach dem Motorradwechsel kurz die Strecke verlassen musste. "Mit Slicks leistete ich mir einen kleinen Fehler und musste eine weite Linie wählen. Dadurch übernahm Dovi die Führung."

"Ich war mit der zweiten Position zufrieden. Doch dann begann es zehn Runden vor Ende mit regnen. Ich holte auf Andrea auf und ging vorbei. Mein Rhythmus war besser. Doch selbst danach war es schwierig. Konzentriert zu bleiben, war nicht einfach", betont der WM-Führende. "Es war eines der Rennen, bei denen man unbedingt ins Ziel kommen möchte, weil es so gefährlich war. Zudem hatte ich keine Erfahrungen mit Flag-to-Flag-Rennen. Ich war nervöser als sonst."

Regenreifen oder Slicks?

Beim Start überlegte Marquez, auf Trockenreifen zu wechseln, verwarf diesen Gedanken aber schnell wieder: "Ich zog es in Betracht, mit Slicks zu starten. Ich schaute mir auf der Runde in die Startaufstellung genau an, wie viel Wasser an welchen Stellen steht. Ich erkannte, dass es unmöglich ist, mit Slicks zu fahren. Besonders in Kurve eins und vier war es komplett nass. Es war zu gefährlich", schildert der Spanier.

Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten fuhr Marquez nur eine Besichtigungsrunde. "Eine weitere Besichtigungsrunde war nicht nötig", begründet er. "Es wäre eine weitere Runde für die Reifen gewesen. Man fährt durch die Boxengasse und kühlt dabei die Reifen ab. Zudem hätte man das Motorrad noch einmal betanken müssen. Ich sah keinen Vorteil darin. Es war einfacher, nur eine Runde zu fahren."

"Das Team war vielleicht der Schlüssel zum Erfolg. Durch sie hatte ich alles unter Kontrolle. Das half mir sehr. Wenn man hektisch reagiert, dann wird man schnell nervös. Doch ich konnte ruhig bleiben, weil das Team alles im Griff hatte. Sie agierten die gesamte Zeit sehr clever", lobt der 21-Jährige. "Es war fraglich, ob wir mit Slicks oder Regenreifen starten sollen. Wir erkannten, dass Slicks zu gefährlich sind. Deswegen starteten wir auf Regenreifen, wie es auch Dovi und Dani taten."

Warmup-Sturz steigerte die Aufmerksamkeit

Gegen Rennende kontrollierte Marquez das Geschehen an der Spitze. Zu Dovizioso klaffte eine Lücke von mehreren Sekunden. "Es war schwierig, die Konzentration zu erhalten. Ich konzentrierte mich, nicht auf die Randsteine und Linien zu kommen. Im Warmup berührte ich innen einen Randstein und stürzte, weil es etwas nass war. Ich war sehr konzentriert und achtete auf die nassen Stellen. Durch den Vorsprung auf Andrea war es einfacher für mich", erklärt der Weltmeister.

Nach dem Sieg steig Marquez in der Auslaufrunde auf ein Kamera-Podest und grüßte die Motorrad-Fans an den TV-Geräten. "Ich schaute nach dem Rennen auf die Tribüne. Sie war komplett gefüllt. Dann erblickte ich die Kamera und dachte mir, dass ich dort rauf will. Ich konnte mit dem Motorrad bis dorthin fahren. Dann stieg ich auf und machte etwas Spaß, um den Sieg intensiver zu genießen", berichtet der Honda-Pilot.

Vor der Sommerpause steht nur noch das Rennwochenende am Sachsenring auf dem Plan. Im Vorjahr gewann Marquez den Grand Prix von Deutschland. "Beim letzten Rennen vor der Sommerpause möchte man immer ein gutes Ergebnis holen. Wir werden sehen, wie es wird. Das Wetter stellt wie auch hier ein Fragezeichen dar. Doch die Honda läuft auf dem Kurs sehr gut", analysiert der WM-Führende, der mit Teamkollege Pedrosa rechnet: "Dani war jedes Jahr schnell. Lediglich im Vorjahr hatte er Pech und ich konnte gewinnen."

Fotoquelle: FGlaenzel

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