Ratlosigkeit bei Ducati: Cal Crutchlow sucht nach einem passenden Basis-Setup

MotoGP 2014

— 29.06.2014

Crutchlow: "Haben kein richtiges Basis-Setup"

Die Abstimmungsarbeit an der Ducati Desmosedici raubt Cal Crutchlow die Nerven: Der Brite beginnt auf jeder Strecke wieder bei Null

Auch wenn Ducati-Werkspilot Cal Crutchlow beim Rennen in Assen mit Platz neun Schadensbegrenzung betreiben konnte, erkennt der Brite keinen Aufwärtstrend. In den trockenen Trainingssitzungen lag Crutchlow teilweise mehr als zweieinhalb Sekunden hinter der Spitze und lag außerhalb der Top 15. Durch die chaotischen Bedingungen am Renntag fuhr der Ducati-Pilot wenigstens in die Top 10.

Nach wie vor fehlt Crutchlow das Gefühl für die Desmosedici. Der ehemalige Yamaha-Pilot versteht noch nicht, wie er mit der Kreation aus Bologna umgehen muss, um wenigstens die Zeiten seiner Markenkollegen zu erreichen. Auch beim Setup ist Crutchlow auf einem Irrweg. Die Einstellungen von Teamkollege Andrea Dovizioso kann er nicht verwenden, da er einen anderen Fahrstil hat als der Italiener.

"Wir haben es mit einem Kompromiss aus meinem Setup und dem von Andrea probiert. Es gibt kein richtiges Basis-Setup für die Ducati", schimpft Crutchlow. "Man kann die Erkenntnisse nicht von einer Strecke auf die andere übertragen. Man muss das Motorrad an jede Strecke anpassen, was ziemlich schwierig ist. Das Basis-Setup von Andrea passt nicht zu meinem Fahrstil. Wir haben noch kein Basis-Setup erarbeitet, mit dem wir auf jeder Strecke anfangen können"

In Assen startete Crutchlow mit den Einstellungen des Barcelona-Tests. In Katalonien kam er damit gut zurecht: "Das Setup von Barcelona war okay. Gut, damit hätten wir sicher nicht das Rennen gewonnen, aber es war gut. Mit diesem Setup waren wir in Assen meilenweit entfernt", grübelt der ehemalige Supersport-Weltmeister, der sich neben einem passenden Setup auch eine bessere Ergonomie wünscht.

"Ich nehme nicht die richtige Position auf dem Motorrad ein. Das habe ich schon oft gesagt", ärgert sich Crutchlow und erwartet bei der GP14 keine revolutionären Änderungen diesbezüglich. "Wir können daran nichts ändern. Wir können die Sitzposition nicht so ändern, dass ich damit zurechtkomme. Deswegen habe ich stärker als die anderen Fahrer mit Untersteuern zu kämpfen."

Der Vergleich mit seinen Markenkollegen sorgt bei Crutchlow für Verwunderung: "Es ist egal, ob ich die gleiche Linie wie die anderen Fahrer wähle. Ich habe einfach mehr Untersteuern und kann nicht so schräg wie die anderen fahren. Im Rennen wird es immer schlimmer, wenn die Reifen nachlassen. Im Vorjahr wurde ich im Rennen immer schneller", blickt der Brite zurück. "Wir sind nicht schnell genug."

Fotoquelle: Ducati

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