Jorge Lorenzo fährt seiner Form aus den vergangenen Jahren hinterher

MotoGP 2014

— 01.07.2014

Lorenzo: "Meine Performance ist noch nicht gekommen"

Yamaha-Werksfahrer Jorge Lorenzo analysiert seinen schwierigsten Saisonstart, seit er MotoGP fährt - Mehrere Faktoren spielten gegen ihn

Jorge Lorenzo ist in diesem Jahr wie verwandelt. Der zweifache MotoGP-Weltmeister kletterte in den ersten acht Rennen nur zweimal auf das Podest. Einen Sieg schaffte der Yamaha-Werksfahrer bisher nicht. Von den Ergebnissen ist es sein schlechtestes Jahr in der Königsklasse. Mit 81 WM-Punkten denkt Lorenzo derzeit nicht an den WM-Titel. Mehrere Faktoren spielen für die derzeitige Leistung eine Rolle. Im Winter ließ sich der Spanier mehrmals operieren, wodurch sein Trainingsplan litt. Schon nach den ersten Rennen gab Lorenzo zu, dass er nicht komplett fit sei.

Dazu kamen untypische Fehler wie der Sturz in Katar und der Frühstart in Austin. Zuletzt in Assen hatte er mentale Probleme, als die Regentropfen ihn an seinen schmerzhaften Sturz im Vorjahr erinnerten. "Meine richtige Performance ist in diesem Jahr noch nicht gekommen", sagt Lorenzo offen bei 'MotoGP.com'. "In Mugello konnte ich kämpfen, in Argentinien bin ich Dritter geworden und in Montmelo war es okay. Das Endergebnis war nicht gut, aber das gesamte Wochenende war okay."

Ende 2013 gewann Lorenzo fünf der letzten sieben Grands Prix. Deshalb galt er auch in dieser Saison neben Honda-Ass Marc Marquez als Titelkandidat. "Es gibt aber etwas, dass für mein Motorrad und meinen Fahrstil nicht richtig ist. Der eine Liter weniger Kraftstoff sorgt dafür, dass der Yamaha-Motor bei der ersten Beschleunigung aggressiver ist", geht Lorenzo ins Detail. "Das im Zusammenspiel mit den härteren Reifen und meiner nicht perfekten körperlichen Verfassung zu Saisonbeginn sind drei Faktoren gegen meine Performance."

"Es war sehr schwierige, konkurrenzfähig zu sein." Abgesehen von Assen war Lorenzo zuletzt wieder stärker unterwegs. Er arbeitet, um einen Weg aus der Krise zu finden. "Körperlich fühle ich mich jetzt gut. Nach Montmelo probierten wir etwas bei der Elektronik. Dadurch fühlt sich das Motorrad mehr wie im Vorjahr an. Außerdem verstehe ich die Reifen besser. Diese drei Faktoren sind also beinahe gelöst."

In knapp zwei Wochen gastiert die MotoGP auf dem Sachsenring. Dort stürzte Lorenzo im Vorjahr und brach sich das Schlüsselbein erneut. Anschließend folgen mit Indianapolis und Brünn zwei Rennen, bei denen Marquez im Vorjahr triumphierte. Ende August folgt mit Silverstone eine Strecke, auf der Lorenzo Marquez im Vorjahr in den letzten Kurven im direkten Duell besiegt hat.

Fotoquelle: Yamaha

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