Andrea Iannone hat in seinem zweiten Jahr überzeugende Leistungen gezeigt

MotoGP 2014

— 02.07.2014

Iannone im Pramac-Team schwierig zu ersetzen

Sollte Andrea Iannone ins Ducati-Werksteam aufsteigen oder zu Suzuki wechseln, dann muss Pramac einen Ersatz finden - Das wird für das Satellitenteam nicht einfach

Bei Ducati ist die Fahrerfrage weiterhin offen. Andrea Dovizioso hat mit dem zweiten Platz in Assen seinen Wert bewiesen. Er wird aller Wahrscheinlichkeit bleiben, womöglich für ein höheres Gehalt. Cal Crutchlow muss sich im Juli entscheiden, ob er aus seinem Vertrag aussteigen, oder das zweite Jahr erfüllen will. Dazu kommt Andrea Iannone, der sich in seinem zweiten MotoGP-Jahr deutlich gesteigert hat. Der Italiener in Pramac-Farben fuhr in dieser Saison abgesehen von seinen beiden Ausfällen immer in die Top 10.

Mit 51 WM-Punkten ist Iannone derzeit auch klar der zweitbeste Ducati-Fahrer. Diese Leistungen wurden im Fahrerlager wohlwollend aufgenommen. Suzuki ist mit einem Angebot an den 24-Jährigen herangetreten. Und auch Gresini-Sponsor Go & Fun hat Interesse bekundet, denn der Platz von Alvaro Bautista wackelt gehörig. Iannone selbst fordert von Ducati die Beförderung ins Werksteam. Sollte die Verlängerung mit Dovizioso nur Formsache sein, dann hängt es an Crutchlow.

Ducati schätzt Iannone und will den Youngster halten. "Er hat sich nach einer schwierigen Saison besser und schneller entwickelt, als wir erwartet haben", wird Pramac-Teamchef Francesco Guidotti von 'Motor Cycle News' zitiert. "Es ist normal, dass er in ein Werksteam will. Das verstehen wir auch. Er hat einen Vertrag direkt mit Ducati. Es wäre also die normale Entwicklung. Es wird aber schwierig werden, ihn zu ersetzen."

Yonny Hernandez fährt die zweite Pramac-Ducati, aber die Leistungen sind schwierig zu vergleichen, denn Iannone fährt mehr oder weniger das gleiche Motorrad wie das Werksteam. Hernandez sitzt auf einem Vorjahres-Bike, das für das Open-Reglement umgerüstet wurde. Sollte Iannone das Team dennoch verlassen, dann wird ein Nachfolger schwierig zu finden sein. Nur wenige Fahrer sind an Ducati interessiert. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie viele Fahrer an der Desmosedici gescheitert sind.

"Es gibt einige interessante Fahrer in der Moto2, aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie unser Motorrad für ihren MotoGP-Einstieg haben wollen", sieht Guidotti die Situation nüchtern. "Unser Motorrad ist ziemlich schwierig, aber hoffentlich ist es in der Zukunft attraktiver." Pramac hat auch mit Moto2-WM-Spitzenreiter Tito Rabat Kontakt aufgenommen, da der Spanier als fleißiger Arbeiter im Fahrerlager bekannt ist.

Fotoquelle: FGlaenzel

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