Suchen den Anschluss ans vordere Mittelfeld: Scott Redding und Nicky Hayden

MotoGP 2014

— 04.07.2014

Open-Honda: Ab 2015 mit pneumatischen Ventilen

Aspar-Teamchef Jorge Martinez geht davon aus, dass die Open-Hondas ab der kommenden Saison durch mehr Leistung näher an die Spitze heranrücken

Seitdem bekannt wurde, dass Honda und Yamaha ab der Saison 2014 Kundenangebote bereitstellen, tobt die Diskussion, wer das bessere Paket anbietet. Aus sportlicher Sicht ist Yamahas Leasingangebot den Kaufmotorrädern von Honda überlegen. Aber entspricht es auch der Philosophie der Open-Regel? Nicht nur HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto hat daran seine Zweifel. Doch um nicht länger im Schatten von Yamaha zu stehen, wird der Production-Racer für die kommende Saison überarbeitet.

Momentan unterscheidet sich die RCV1000R deutlich von der RC213V. Die Open-Honda-Piloten müssen auf das Seamless-Getriebe verzichten, das Honda seit einigen Jahren beim Spitzemodell einsetzt. Und auch die Motorleistung ist bei der Kundenmaschine deutlich niedriger als beim Werksmotorrad. Durch den Verzicht auf pneumatische Ventile erreicht der Motor der RCV1000R nicht die Spitzenleistung der RC213V und ist damit auf den Geraden unterlegen.

Seit dem Saisonbeginn gab es keine Updates für Aspar, Gresini und Cardion. Nicky Hayden, Scott Redding, Hiroshi Aoyama und Karel Abraham verlieren auf den Geraden meist 20 km/h auf die vier RC213V-Piloten. Abgesehen davon läuft die Open-Honda gut und ist zuverlässig. Auch das Fahrwerk überzeugt und wirkt ausgereift. "Es ist ein konkurrenzfähiges Motorrad, das gut funktioniert", bestätigt Aspar-Teamchef Jorge Martinez.

"Es ist dem besten CRT-Bike aus dem Vorjahr überlegen. Ich denke, das war das Ziel von Honda", erklärt Martinez im Gespräch mit 'MotoGP.com'. Dass Yamaha mit der Leasingmaschine das konkurrenzfähiger Paket hat, wundert den Aspar-Teamchef nicht: "Yamaha hat die bestehenden Regeln genutzt, um ein Team mit einem erfolgreichen Leasing-Paket auszurüsten", kritisiert der Spanier und teilt die Meinung von HRC. "Dieses Motorrad ist unserem Motorrad überlegen, vor allem dann, wenn Aleix Espargaro es fährt. Das ist unser Problem."

"Doch ich bin zuversichtlich, dass uns Honda ein konkurrenzfähigeres Motorrad liefert - vielleicht nicht in diesem Jahr, aber im kommenden Jahr", bemerkt Martinez, der sich umfassende Änderungen und mehr RC213V-Teile wünscht: "Honda hat uns mitgeteilt, dass die nächstjährige Open-Maschine der Werksmaschine entspricht und lediglich auf das Seamless-Getriebe verzichtet und mit der Open-Elektronik betrieben wird."

"Wenn das der Fall sein wird, dann bin ich überzeugt, dass wir mit diesem Motorrad einen riesigen Schritt machen werden", berichtet Martinez. "Das Motorrad, das wir momentan verwenden, funktioniert sehr gut. Uns fehlt nur mehr Leistung. Diese Leistung würden wir dann bekommen. Ich denke, dass es in Verbindung mit dem Open-Reglement sehr konkurrenzfähig wäre. Ich hoffe, dass wir noch vor dem Ende der Saison ein Rennen mit diesem Motorrad fahren können."

Fotoquelle: Honda ProImages

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