Jack Miller bekennt sich nicht zum Vorvertrag mit dem Marc-VDS-Team

MotoGP 2014

— 04.07.2014

Tauziehen um Millers Zukunft: Marc VDS klärt die Situation

Marc VDS hat mit Jack Miller einen Vorvertrag für die beiden kommenden Jahre, doch der Australier reagiert nicht mehr auf die Anfragen des Teams

Seit dem Wechsel vom Racing Team Germany zu Aki Ajos KTM-Werksteam konnte Jack Miller eindrucksvoll zeigen, wie talentiert er ist. Bereits mit der unterlegenen FTR-Honda setzte er im Vorjahr einige Impulse, doch erst durch die Konkurrenzfähigkeit der Werks-KTM stürmte Miller an die Spitze der Moto3. Auf dem Transfermarkt ist der Australier eine sehr begehrte Aktie. Marc VDS wollte sich die Dienste des Moto3-WM-Leaders bereits im vergangenen Jahr sichern und verhandelte mit Miller.

Es wurde ein Vorvertrag geschlossen, der vorsieht, dass Miller 2015 und 2016 für Marc VDS in der Moto2 fährt. Doch der Australier bekennt sich nicht zu dieser Vereinbarung und behauptete immer wieder, noch keinen Vertrag für die kommende Saison zu haben. "Jack Miller hat vor Kurzem auf der Website von Ajo-Motorsport angegeben, dass er keine Verträge für die Zukunft geschlossen hat. Dieses Statement ist nicht richtig", heißt es in einer Stellungnahme von Marc VDS.

"Jack Miller hat mit Marc VDS für 2014, 2015 und 2016 einen Dreijahres-Vertrag vereinbart. Im sechsseitigen Vertrag hat Marc VDS auf Wunsch von Jack Miller gestattet, dass er 2014 für das KTM-Ajo-Team um die Moto3-WM kämpfen kann", heißt es. "Teambesitzer Aki Ajo wurde in Kenntnis gesetzt, dass es zwischen Jack Miller und Marc VDS einen Vertrag gibt und Jack Miller 2015 und 2016 für Marc VDS in der Moto2 fahren wird."

"Der Dreijahresvertrag erfolgte in Form einer Vorvereinbarung, die alle relevanten Punkte wie die Exklusivität, die Vergütung und die technische Belieferung umfasst. Es gab keine Klausel, die den Vertrag auflöst, sollte Jack Miller einen MotoGP-Vertrag für 2015 erhalten. Basierend auf dem Vorvertrag wurde zwischen den beiden Parteien ein finaler Vertrag verhandelt und bestätigt, bei dem die wichtigsten Elemente nicht geändert wurden", lässt Marc VDS die Außenwelt wissen.

Doch vor der Unterzeichnung des endgültigen Vertrages machte Miller einen Rückzieher: "Der finale Vertrag wurde nicht unterzeichnet. Alle Anfragen, die das Marc-VDS-Team an Jack Miller, seine Eltern und sein Management gestellt hat, um die Situation für 2015 und 2016 zu klären, blieben unbeantwortet", bedauert das Team, betont aber: "Der unterzeichnete Vorvertrag bleibt bis zur Unterzeichnung des finalen Vertrages bestehen und ist für beide Parteien bindend."

Marc-VDS-Teamleiter Michael Bartholemy ärgert sich über die Schwierigkeiten mit Miller: "Es ist bedauerlich, dass wir die Situation öffentlich machen müssen, doch wir haben keine andere Möglichkeit. Wir haben einen Vertrag mit Jack Miller und bereiten uns bereits für seine Ankunft in der Saison 2015 vor", erklärt er. "Für uns ist ein Vertrag ein Vertrag. Wenn sich Jack anders entschieden hat und im kommenden Jahr nicht für uns fahren möchte, dann sollte uns sein Management kontaktieren und die Situation klären, anstatt unsere zahlreichen Anfragen zu ignorieren."

"Wir haben keine Lust, Spiele zu spielen", stellt der Marc-VDS-Teamleiter klar und wünscht sich eine baldige Klärung der Angelegenheit, um endlich für die kommende Saison zu planen: "Wir möchten die Situation zügig klären. Bis das nicht geklärt ist, können wir unsere Pläne für die Saison 2015 nicht machen. Wir möchten die Vereinbarung nicht brechen, indem wir Jack Millers Platz bei Marc VDS an einen anderen Fahrer vergeben."

Fotoquelle: FGlaenzel

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