Öhlins hat über die Jahre sehr viele Erfahrungswerte gesammelt

MotoGP 2014

— 05.07.2014

Federelemente: Was während einer Session eingestellt wird

Ein Experte von Federelemente-Hersteller Öhlins erklärt, was innerhalb eines Trainings an einem Rennwochenende modifiziert werden kann

In der Motorrad-Weltmeisterschaft geht es um Tausendstelsekunden. Umso wichtiger ist es, das perfekte Setup für die jeweilige Strecke zu haben. Neben der Elektronik sind die Gabel und das Federbein von großer Bedeutung, um das Motorrad für eine bestimmte Strecke richtig abzustimmen. Die Highend-Federelemente von Öhlins sind im Grand-Prix-Fahrerlager sehr verbreitet. Doch auch WP und Showa sind in der WM vertreten und möchten an der Marktführerstellung von Öhlins rütteln.

Öhlins-Techniker Mike Watt gibt einen Einblick, was während eines Trainings modifiziert wird: "Während einer Trainingssitzung ändern wir die Vorspannung sowie die Druck- und Zugstufe der Dämpfung. Diese drei Dinge stellen wir ein, wenn das Training läuft", erklärt er im Gespräch mit 'MotoGP.com'. Zwischen den Trainingssitzungen werden in den Öhlins-Trucks auch härtere oder weichere Federn montiert.

In der Session konzentriert man sich aber Modifikationen an der Dämpfung oder der Federvorspannung. Diese wird am Gabelholm mit einem Spezialwerkzeug von oben eingestellt: "Ein Umdrehung entspricht einem Millimeter Federvorspannung", bemerkt Watt. Für die Einstellung der Dämpfung wird kein Werkzeug benötigt. Durch ein Einstellrädchen am Gabelfuß kann die Dämpfung straffer oder weicher eingestellt werden.

"Durch die Druck- und Zugstufe-Einstellungen können wie die Geschwindigkeit der Federung einstellen. Bei der Druckstufe wird eingestellt, wie schnell die Gabel einfedert. Die Zugstufe-Einstellung gibt vor, wie schnell die Gabel ausfedert", berichtet der Öhlins-Experte. "Die Fahrer haben ihre persönlichen Vorlieben, wie die Dämpfung funktionieren sollte."

"Wir können ziemlich einfach und schnell Modifikationen an den Einstellungen vornehmen", hält Watt fest, der über die Jahre einige Erfahrungswerte gesammelt hat. "Die Zugstufe ist in etwa drei Mal langsamer als die Druckstufe. Die Zugstufe-Dämpfung muss die Kraft der Feder ausgleichen, die nach dem einfedern schlagartig ausfedern möchte", erklärt der Federelemente-Spezialist.

Fotoquelle: MST/S.Fraenzschky

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