Nicky Hayden ist auf den Geraden leichte Beute für seine Gegner

MotoGP 2014

— 05.07.2014

Aspar über Honda-Updates: "Müssen uns gedulden"

Für 2015 hat Honda umfassende Änderungen angekündigt, doch Aspar-Teammanager Gino Borsoi wünscht sich noch in der laufenden Saison mehr Leistung

Seit der laufenden Saison können interessierte Teams bei Honda MotoGP-Technik kaufen. Die RCV1000R, auch gern als Production-Racer bezeichnet, basiert auf der RC213V, wie sie von den Honda-Werkspiloten Marc Marquez und Dani Pedrosa sowie den Satelliten-Piloten Stefan Bradl und Alvaro Bautista eingesetzt wird. Im Vergleich zur extrem teuren RC213V verzichtet die Kundenmaschine auf das komplexe Seamless-Getriebe und die pneumatischen Ventile.

Durch die Verwendung der konventionellen Ventilsteuerung büßte der V4-Motor mehr Leistung ein, als die Teamchefs von Aspar, Gresini und Cardion erwarteten. Auf den Geraden sind Nicky Hayden, Hiroshi Aoyama, Scott Redding und Karel Abraham leichte Beute. Bis zu 20 km/h verlieren die Open-Hondas im Vergleich zu den reinen Honda-Prototypen. Bedenkt man, dass sich Honda jedes Motorrad mit 1,2 Millionen Euro vergüten lässt, schmerzt die schwache Geradeaus-Performance der RCV1000R sehr.

Ab 2015 wird Honda die Open-Maschine vermutlich mit pneumatischen Ventilen ausrüsten. Dadurch würden die Triebwerke Drehzahl und Spitzenleistung dazugewinnen. Es ist von etwa 30 PS die Rede. Aspar-Teammanager Gino Borsoi wünscht sich aber noch in der laufenden Saison Fortschritte, damit Hayden und Aoyama auf den Geraden konkurrenzfähiger werden.

"Wir sind mit Honda zufrieden. Das Motorrad ist Moment nicht besonders schnell, aber Honda ist Honda. Wenn sie sich dazu durchringen, einen großen Schritt zu machen, dann ist das auch ein großer Schritt. Wir müssen uns gedulden", bemerkt Borsoi. Doch richtig zufrieden ist er mit dem Geduldspiel nicht: "Es ist aber keine gute Lösung, weil wir schnell Lösungen finden müssen, um direkt gute Ergebnisse zu erreichen."

"Doch wir glauben an Honda und denken, dass wir eine erfolgreiche Zukunft haben werden. Wir sind mit den Plänen für die Zukunft sehr zufrieden. Der Motor ist der entscheidende Punkt. Wenn mir 30 PS mehr haben, können wir auf den Geraden mithalten", berichtet der Aspar-Teammanager im Gespräch mit 'Motor Cycle News'. "Momentan können wir in den Kurven mithalten, aber nicht auf den Geraden."

Fotoquelle: FGlaenzel

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