Jorge Lorenzo steht mit Yamaha noch in Verhandlungen für nächstes Jahr

MotoGP 2014

— 10.07.2014

Lorenzo: "Resultate derzeit nicht gut"

Jorge Lorenzo verhandelt mit Yamaha den neuen Vertrag: Statt zwei Jahren könnte es nur ein Einjahresvertrag mit einer Option werden - Einige offene Fragen

Die wichtigsten Würfel für die kommenden beiden Jahre sind bereits gefallen. Marc Marquez verlängerte seinen Honda-Vertrag vorzeitig. In den vergangenen beiden Wochen wurden auch die Vertragsverlängerung um jeweils zwei Jahre von Valentino Rossi (Yamaha) und Dani Pedrosa (Honda) offiziell. Nun ist lediglich die Zukunft von Jorge Lorenzo offen. Bei Honda ist kein Platz. Ob der zweifache MotoGP-Weltmeister zu Ducati wechselt oder gar zu Neueinsteiger Suzuki, wird im Fahrerlager bezweifelt.

Allerdings gestalten sich auch die Verhandlungen mit Yamaha zäh. Lorenzo bestätigte auf dem Sachsenring, dass er mit Yamaha spricht. Entschieden ist aber noch nichts. "Es stimmt, dass die wichtigsten Fahrer bereits unterschrieben haben. Die meisten Fahrer haben aber noch nicht unterschrieben. Meistens wird das erst nach Brünn gemacht. Es wäre natürlich gut, wenn es schon vor dem Urlaub erledigt wäre."

"Meine Situation ist aber ähnlich wie Assen. Ich konzentriere mich jetzt auf dieses Rennen, damit ich ein gutes Resultat habe. Ich werde mit Lin (Jarvis, Teammanager; Anm. d. Red.) und Yamaha sprechen. Vielleicht ist die Situation nach dem Rennen dann klarer." Lorenzo hat in den vergangenen Jahren seinen Wert für Yamaha bewiesen, allerdings lief es in dieser Saison bisher nicht nach Wunsch.

Kein Zweijahresvertrag für Lorenzo?

Rossi, Marquez und Pedrosa haben Zweijahresverträge unterschrieben. Bei Lorenzo ist diese Situation derzeit allerdings nicht so klar. "Wir diskutieren noch darüber." Im Raum stehen zwei Varianten - ein Zweijahresvertrag, oder ein Einjahresvertrag mit einer Option auf eine weitere Saison. "Beide Varianten wären gut", meint Lorenzo. "Manchmal ist für beide Seiten ein Zweijahresvertrag gut, unter bestimmten Unterschieden aber nur ein Jahr mit einer Option, oder nur ein Einjahresvertrag. Wir müssen abwarten. Beide Deals wären in Ordnung."

Welche Vorteile hätte ein Vertrag eins plus eins? "Ich kann verstehen, dass die Resultate für beide Seiten derzeit nicht die besten sind", gibt Lorenzo offen zu. "Deshalb könnte ein Vertrag eins plus eins besser sein. Das könnte für die Zukunft für beide Seiten wichtig sein. In meinem Fall sage ich immer, dass ich meine Karriere bei Yamaha beenden möchte. Yamaha will auch, dass ich so lange wie möglich bleibe."

"Die Resultate sind derzeit aber nicht gut. Deshalb könnte ein Einjahresvertrag mit einer Option für ein weiteres Jahr für beide Seiten die beste Lösung sein." Rossi würde sich wünschen, dass Lorenzo sein Teamkollege bleiben würde. "Er ist einer der besten Fahrer und ich hoffe, dass er bei Yamaha bleibt. Es ist immer ein toller Kampf, ihn zu besiegen und eine große Herausforderung, vor ihm zu landen", so der Italiener.

Pol Espargaro bleibt bei Tech 3

Die Entscheidung Lorenzos wird auf mehrere Fahrer Auswirkungen haben. Direkt davon betroffen ist Pol Espargaro. "Ich warte auf die Entscheidung von Jorge. Er wird sicher bald unterschreiben", ist sich der Spanier sicher. "Es geht nur noch ums Geld, aber nicht um einen anderen Hersteller, denn sie sind nicht auf dem Level von Yamaha. Pol Espargaro unterschreibt Verträge, um Rennen zu gewinnen, nicht wegen des Geldes. Ich bin aber nicht Lorenzo. Deshalb kann ich nicht sagen, was Lorenzo genau denkt."

Deshalb sieht es derzeit danach aus, dass Espargaro im Kundenteam Tech 3 bleiben wird. "Ja, es sieht danach aus", bestätigt er im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Für mich ist das kein Problem. Ich bin zwar erst acht Rennen gefahren, aber es fühlt sich wie zwei Jahre an. Das Team ist unglaublich, ich kann viel lernen. Natürlich will man in einem Werksteam fahren, aber wenn das Werksteam besetzt ist, dann ist es gut, wenn ich hier warte."

Offen ist auch, wie lange die Karriere von Lorenzo noch dauert, wenn er "seine Karriere bei Yamaha beenden" will. Casey Stoner hängte seinen Helm im Alter von 27 Jahren an den Nagel. Rossi wird dagegen 2016 seine 21. Saison in der WM fahren. "Man weiß es nie, es hängt von vielen Faktoren ab", sagt Lorenzo. "Motivation, Ergebnisse, Verletzungen. Im Moment möchte ich noch einige Jahre bleiben, aber man kann nie sagen, dass man eine lange Karriere wie Valentino oder Capirossi haben wird, die sehr spät zurückgetreten sind."

Fotoquelle: FGlaenzel

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