Stefan Bradl beim Streckentest: Die mobilen Kerbs sind gut zu erkennen

MotoGP 2014

— 10.07.2014

Sachsenring: Kein Umbau der Kurve elf

Nach einem Streckentest wurde entschieden: Die berüchtigte Kurve elf auf dem Sachsenring wird nicht verändert und bleibt wie sie ist

Nachdem der geplante Sachsenring-Streckentest aufgrund anhaltender Regenschauer von heute Mittag auf 18:00 Uhr verschoben werden musste, steht nun fest, dass die mittlerweile schon legendär gewordene Kurve elf nicht umgebaut werden muss. Stefan Bradl (Honda), Bradley Smith (Yamaha) und Andrea Iannone (Ducati) fuhren am frühen Abend fünf Runden, um die veränderte Linienführung zu testen. Ihr Fazit fiel negativ aus.

Bereits im März hatte es aufgrund zahlreicher Trainingsstürze im vergangenen Jahr einen Streckentest mit dem FIM-Beauftragten für Fahrersicherheit, Loris Capirossi, auf dem Sachsenring gegeben. Capirossi testete damals unter Aufsicht des FIM-Sicherheitsbeauftragten Franco Uncini verschiedene Kurvenradien, um zu entscheiden, ob es eine Veränderung der Kurve elf geben soll. Den Test wertete er beim Grand Prix von Katar mit den MotoGP-Fahrern aus und es gab Stimmen, die gegen eine Veränderung der Strecke waren.

So wurde entschieden, dass es einen erneuten Test im Vorfeld des Grand Prix von Deutschland geben soll. Dieser fand am Donnerstag um 18:00 Uhr statt. Die drei MotoGP-Piloten Bradl, Smith und Iannone testeten knapp zehn Minuten die gleiche Linienführung wie Capirossi im März. In Kurve elf waren mobile Ersatz-Kerbs angebracht.

Bereits nach dem ersten Testintervall wurde der Test abgebrochen, da die Anpassung des Kurvenradius nicht wirklich zu einer spürbaren Veränderung für die Fahrer führte. Nachdem der Test zusammen mit der Safety-Commission ausgewertet wurde, entschied man, dass kein Umbau der Kurve elf von Nöten sei und auch für 2015 und darüber hinaus eine Veränderung nicht gefordert ist.

Somit liegt es auch in Zukunft an den Fahrern, das Limit einzuschätzen. Kurve elf bleibt eine knifflige Stelle. "Wenn es heiß und sonnig ist, dann würde es kein Problem geben", geht Ducati-Werksfahrer Cal Crutchlow ins Detail. "Im Vorjahr ist im Rennen niemand dort gestürzt. Nur in den kühleren Vormittagstrainings sind die Fahrer gestürzt, ich auch. Ich möchte nicht, dass so eine großartige Kurve verändert wird."

"Trotzdem sehen wir in jedem Jahr an dieser Stelle Stürze. Der Reifenhersteller kann natürlich etwas helfen, aber wie? Die meisten Stürze passierten mit dem weichen Vorderreifen. Sollte es asymmetrische Vorderreifen geben, wäre die Flanke ebenfalls weich." Somit liegt es auch in Zukunft in erster Linie an den Fahrern, sicher durch Kurve elf zu kommen. Am Freitag starten die Trainings aller Klassen auf dem gewohnten Layout.

Fotoquelle: FGlaenzel

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