MotoGP auf dem Sachsenring: Pre-Events

MotoGP 2014

— 12.07.2014

Sachsenring-Qualifying: Marquez auf Pole, Bradl in Reihe eins

Gelungenes Qualifying vor den heimischen Fans: Stefan Bradl sichert sich im Q2 den dritten Startplatz - Drei Hondas in Startreihe eins, Yamaha mit Rückstand

Mit neuem Rundenrekord zur Pole-Position: Honda-Werkspilot Marc Marquez sicherte sich zum siebten Mal in der laufenden Saison den besten Startplatz. Beim Qualifying zum Grand Prix von Deutschland am Sachsenring blieb die Uhr bei 1:20.937 Minuten stehen. Damit unterbot Marquez den bisherigen Rekord von Casey Stoner, der in der Saison 2008 mit extraweichen Qualifying-Reifen aufgestellt wurde. Marquez war zudem der einzige Fahrer, der im Qualifying unter 1:21 Minuten fahren konnte.

Die MotoGP-Piloten fanden für die beiden Qualifying-Durchgänge optimale Bedingungen vor. Im vierten Freien Training wurde die Trainingszeit auf trockener Strecke durch den Regen, der bereits das Moto3-Qualifying beeinflusste, deutlich reduziert. Zu Beginn des Qualifyings war der Sachsenring aber komplett abgetrocknet und ermöglichte den Piloten gute Rundenzeiten.

Bereits das Q1 bot den Zuschauern am Sachsenring eine spannende Show. Die beiden Ducati-Werkspiloten Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow konnten sich durch die enttäuschenden Rundenzeiten in den Freien Trainings nicht direkt für den zweiten Qualifying-Durchgang qualifizieren und mussten sich im Q1 durchsetzen. Die Abstände waren extrem gering. Am Ende war es Aspar-Pilot Nicky Hayden, der im Q1 die Bestzeit fuhr. Dovizioso setzte sich knapp gegen Ducati-Markenkollege Yonny Hernandez durch. Pramac-Pilot Hernandez fehlten lediglich sieben Tausendstelsekunden zum Weiterkommen.

Crutchlow wird Opfer von Kurve elf

Unglücklich verlief das Q1 für Ducati-Werkspilot Cal Crutchlow. Der Brite war kurz vor Ende der Session mit Sektorbestzeiten auf dem Weg ins Q2, stürzte aber in Kurve elf und konnte sich somit nicht weiter steigern. Der Ducati-Werkspilot überstand den Abflug unverletzt, muss den Deutschland-Grand-Prix aber von Startplatz 15 in Angriff nehmen. Zwischen Hernandez und Crutchlow schob sich Rookie Scott Redding (Open-Honda).

Nach einer kurzen Pause wurde es am Sachsenring ernst: Im Q2 wurden die Startplätze eins bis zwölf vergeben. Nach dem ersten Durchgang führte Honda-Werkspilot Dani Pedrosa die Wertung an. Der Spanier, der bereits einige MotoGP-Siege am Sachsenring holen konnte, setzte sich mit einer 1:21.233er-Runde an die Spitze. Doch beim zweiten Versuch stürzte der Spanier und konnte sich nicht weiter steigern. In Kurve eins verlor Pedrosa das Vorderrad seiner RC213V, blieb im Gegensatz zum Trainingssturz im Vorjahr unverletzt.

Am Ende reichte Pedrosas Zeit aus dem ersten Versuch für Startplatz zwei. "Ich hatte auf dem ersten Reifen einen guten Lauf und fühlte mich gut. Im zweiten Anlauf pushte ich in Kurve eins vielleicht zu hart und stürzte", berichtet der WM-Dritte. "Auf dieser Strecke ist ein Platz in der ersten Reihe sehr wichtig und das Setup ist nicht so schlecht, also freue mich auf morgen. Die Wahl des Vorderreifens wird eine wichtige Rolle spielen und außerdem müssen wir das Wetter abwarten."

Marquez mit Problemen beim ersten Versuch

Teamkollege Marquez war erneut schneller. "Im vierten Training fühlte ich mich bereits gut. Auch im Qualifying fühlte ich mich gut, aber mit dem ersten Reifensatz hatte ich ein kleines Problem", berichtet der Weltmeister. "Im zweiten Versuch war aber dann alles gut und wir bekamen eine wirklich gute Runde hin. Das ist das Wichtigste, aber morgen sollte ich auch einen guten Rhythmus haben, also bin ich sehr glücklich und sehr zuversichtlich für das Rennen."

Lokalhero Stefan Bradl komplettiert am Sonntag die erste Startreihe mit seiner LCR-Honda und bestätigte damit, dass der Sachsenring der RC213V liegt. "Bis jetzt war es ein großartiges Wochenende für mich", bemerkt der Deutsche. "Ich hoffe, dass wir auch einen guten Sonntag haben werden. Auf dieser Strecke ist eine gute Startposition sehr wichtig. Es ist sehr eng und das Überholen ist sehr schwierig."

"Bis jetzt haben wir einen guten Job gemacht. Wir müssen das Wetter abwarten, aber wenn die Sonne scheint, dann wird es mit dem Vorderreifen schwierig. Das müssen wir im Auge behalten", warnt Bradl, der die Pole-Position um lediglich 0,403 Sekunden verpasste und sich knapp gegen Forward-Pilot Aleix Espargaro durchsetzten konnte. 36 Tausendstelsekunden fehlten dem führenden Open-Pilot zur ersten Reihe.

Yamaha mit Rückstand

Aleix Espargaro wird mit seiner Open-Yamaha neben den beiden Werks-Yamahas von Jorge Lorenzo und Valentino Rossi in den Deutschland-Grand-Prix starten. Lorenzo lag 0,571 Sekunden zurück, Teamkollege Rossi hatte mehr als sieben Zehntelsekunden Rückstand auf die Fabelzeit von Marquez. Der bisher letzte Yamaha-Sieg in Deutschland liegt bereits fünf Jahre zurück: 2009 gewann Rossi das Rennen am Sachsenring.

Pramac-Pilot Andrea Iannone war die positive Überraschung bei Ducati. Der Italiener wurde im Q2 Siebter und rettete die Ducati-Ehre. Der Rückstand betrug 0,742 Sekunden. Markenkollege Dovizioso war als Elfter deutlich langsamer: 1,183 Sekunden lag der Überraschungs-Zweite aus Assen zurück. "Dovi" konnte sich im Q2 lediglich Open-Honda-Pilot Hayden vom Leib halten.

Die beiden Tech-3-Yamaha-Piloten Pol Espargaro und Bradley Smith starten neben Iannone aus der dritten Reihe. Rookie Espargaro verdaute seinen Sturz aus dem Freien Training am Vormittag gut und verpasste die Bestzeit um 0,834 Sekunden. Teamkollege Smith stellte mit dem vierten Sturz des Wochenendes das Ersatzteilkontingent seiner Tech-3-Mannschaft und die Leidensfähigkeit seiner Mechaniker auf eine harte Probe. Im teaminternen Duell unterlag der Brite aber nur knapp: 23 Tausendstelsekunden trennten die beiden Satelliten-Yamahas. Gresini-Honda-Pilot Alvaro Bautista qualifizierte sich für Startplatz zehn und enttäuschte im Vergleich zu seinen Markenkollegen.

Fotoquelle: FGlaenzel

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