Danilo Petrucci spekuliert auf einen Platz im Aprilia-Werksteam

MotoGP 2014

— 16.07.2014

Petrucci wartet auf Aprilia-Comeback 2015

Ioda-Speerspitze Danilo Petrucci sorgt sich um seine Zukunft: Er wartet auf eine Entscheidung von Aprilia und zieht auch die Superbike-WM in Betracht

Hinter der Zukunft des MotoGP-Projekts von Giampiero Sacchi stehen viele Fragezeichen. Nur noch das Ioda-Team setzt die ART von Aprilia ein, die auf dem erfolgreichen Superbike-Modell RSV4 basiert und für die Claiming Rule angepasst wurde. Das Team von Paul Bird verwendet den RSV4-Motor in einem eigenen Chassis. Aprilia bereitet sich im Hintergrund auf das angepeilte MotoGP-Comeback im Jahr 2016 vor. Ex-Weltmeister Max Biaggi testete jüngst die ART in Mugello, um Feedback bei der Entwicklungsrichtung zu geben.

Sacchi musste seinen Rennstall für diese Saison deutlich verkleinern. In der Moto2 fährt Randy Krummenacher eine Suter. In der MotoGP wurde das zweite Motorrad gestrichen, weil Hauptsponsor Came im Winter absprang. In Mugello präsentierte Sacchi mit Octo einen neuen Hauptsponsor für den Rest der Saison. Das Ioda-Team hat zwei Startplätze in der MotoGP garantiert. Diese könnte der Italiener theoretisch an neue Teams wie Suzuki, Aprilia oder MarcVDS verkaufen.

Es gibt Gerüchte, dass Aprilia schon im kommenden Jahr mit einem Werksteam zurückkommen könnte. Offiziell entschieden ist das noch nicht. Fraglich ist auch, wie es mit Ioda-Fahrer Danilo Petrucci weitergeht. "Ich habe noch nicht mit Aprilia gesprochen, weil noch nicht sicher ist, ob sie 2015 als Werksteam zurückkehren", wird der Italiener von 'Crash.Net' zitiert. "Sie werden das in dieser Woche entscheiden. Dann spreche ich mit Romano (Albesiano, Technischer Direktor bei Aprilia; Anm. d. Red.)."

"Ich möchte für sie fahren, aber ich weiß noch nicht, ob ich bei Ioda bleibe. Wir hatten in diesem Jahr viele Probleme mit der Elektronik. Ich muss mit Aprilia sprechen, damit wir die Schwierigkeiten lösen.", so Petrucci. Als Open-Team fährt Ioda in diesem Jahr mit der Einheits-ECU und der Software von Magneti Marelli. Die RSV4 in Superbike-Konfiguration besticht durch eine ausgeklügelte Elektronik. Damit war Aleix Espargaro im Aspar-Team in den vergangenen beiden Jahren der beste Claiming-Rule-Fahrer.

Da Ioda wegen der finanziellen Schwierigkeiten die Wintertestfahrten in Sepang verpasst hatte und erst bei den Tests in Katar eingestiegen war, bestand von Beginn an Nachholbedarf. Petrucci sammelte dennoch beim Saisonauftakt zwei WM-Punkte. Nach einer Verletzungspause fuhr er zuletzt in Assen und am Sachsenring erneut in die Top 15. Mit vier WM-Zählern gestaltet sich das Bewerbungsschreiben für die Zukunft nicht einfach.

"Ich hoffe, dass ich in der MotoGP bleibe, aber ich weiß noch nicht mit welchem Team. Meine Priorität ist es aber, bei Aprilia zu bleiben. Die andere Option ist die Superbike-WM. Ich habe bereits mit einigen Superbike-Teams gesprochen. Meine erste Wahl wäre aber die MotoGP, weil ich bisher nicht die Chance auf ein richtiges Motorrad hatte. Wir hatten immer viele Probleme", merkt Petrucci an. "Ich würde gerne sehen, wie ich mich in der MotoGP schlagen könnte."

Die Unterlegenheit des Materials wurde auf dem Sachsenring ersichtlich: Petrucci stand mit Slicks in der Startaufstellung und profitierte, als viele Fahrer an die Box abbogen, um das Motorrad zu wechseln. Somit fuhr er lange hinter Stefan Bradl auf dem zweiten Platz, wurde dann aber bis auf Rang 15 zurückgereicht. Der Italiener kam nach zwei Jahren im Superstock-1000-Cup in der Saison 2012 mit Ioda in die MotoGP.

Fotoquelle: FGlaenzel

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