Dani Pedrosa probiert ein Brünn auch eine Daumenbremse aus

MotoGP 2014

— 17.07.2014

Marquez & Pedrosa probieren Daumenbremse

Die beiden Honda-Fahrer Marc Marquez und Dani Pedrosa testen beim Privattest in Brünn auch eine Daumenbremse - Insgesamt ein positives Testfazit nach drei Tagen

Das Honda-Werksteam beendete am Donnerstag einen dreitägigen Privattest auf dem Automotodrom in Brünn (Tschechien). Neben der aktuellen RC213V probierten Marc Marquez und Dani Pedrosa erstmals auch den neuen Prototypen für die kommende Saison aus. Am letzten Tag endete die Arbeit bereits zu Mittag. Pedrosa drehte am Donnerstag weitere 16 Runden mit der aktuellen Maschine. Marquez war mit 41 Umläufen fleißiger und probierte anschließend noch für fünf Runden die Honda für 2015 aus.

Am Dienstag hatte Regen das Testprogramm beeinträchtigt. Schließlich fuhren die beiden Spanier am Mittwoch erstmals mit dem 2015er-Motorrad. Da die Strecke aber etwas schmutzig war, konnten keine idealen Vergleiche gezogen werden. Allerdings befanden Marquez und Pedrosa, dass das neue Motorrad am Kurveneingang eine bessere Stabilität bietet, denn der Rahmen wurde deutlich überarbeitet. Das soll derzeit der größte Unterschied zwischen neuem und altem Motorrad sein.

Außerdem probierten beide Fahrer eine Daumenbremse für die Hinterradbremse aus. Da die Schräglagen mit bis zu 60 Grad immer extremer werden, ist es manchmal schwierig, die Fußbremse zu betätigen. Allerdings gibt es derzeit keine Pläne, diese Daumenbremse demnächst in den Rennen einzusetzen. Daumenbremsen sind in der Königsklasse nicht ungewöhnlich. Schon Mick Doohan nutzte eine Daumenbremse nach seiner schweren Beinverletzung und wurde damit mehrfacher Weltmeister.

Auch Marquez ist nach neun Saisonsiegen auf dem besten Weg zu seiner zweiten MotoGP-Krone. Der Spanier stürzte beim Brünn-Test allerdings dreimal. Trotzdem zieht er ein positives Fazit: "Der Test war vor allem am letzten Tag sehr gut, denn die Strecke bot mittlerweile viel Grip. Die Zeiten sahen deshalb auch gut aus", meint Marquez. "Wir konnten einige Dinge ausprobieren, aber auch das gute Gefühl für den 2015er-Prototyp bestätigen."

"Wichtig war, dass wir bei diesem Test das neue Motorrad ausprobieren und Feedback geben konnten. Außerdem hat uns Honda auch neue Teile für die aktuelle RC213V gebracht. Wir konnten mit der Elektronik, den Bremsen und verschiedenen Abstimmungen testen. Wir sind auch zufrieden, wie es gelaufen ist. Ich konnte viele Runden fahren und zahlreiche Informationen sammeln. Jetzt können wir die wohlverdiente Pause antreten."

Routinier Pedrosa ist ebenfalls mit dem Testprogramm zufrieden: "Wir sind viele Runden gefahren. Das Wetter war gut und wir konnten viele Dinge probieren, in erster Linie kleine Anpassungen beim Motorrad", so der 28-Jährige, der wie Marquez seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hat. "Einige Veränderungen wurden mit Blick auf die Zukunft gemacht, andere können sofort in den kommenden Rennen verwendet werden."

"Generell bin ich mit diesen drei Tagen zufrieden, weil wir bei der Elektronik Fortschritte geschafft haben. Wir werden sehen, ob uns das einen Vorteil beim Motorrad verschafft hat. Wir sind auch einige Kilometer mit dem neuen Motorrad gefahren. Trotzdem müssen wir für die Weiterentwicklung noch weitere Tests absolvieren." Rundenzeiten wurden von dem Test nicht veröffentlicht.

Auch Technikdirektor Takeo Yokoyama lässt sich nicht genau in die Karten blicken, an welchen Details gearbeitet wurde: "Es war generell ein positiver Test, obwohl die Streckenbedingungen nicht perfekt waren. Es ist schwierig, dass zwei Motorräder eine saubere Linie herausfahren. Wir hatten mit dem Wetter aber Glück und am Ende war die Strecke nicht so schlecht", so der Japaner. "Marc und Dani haben das geplante Testprogramm abgeschlossen."

"Sie testeten mehrere Dinge bei den aktuellen Motorrädern. Es waren keine großen Sachen, sondern kleine Entwicklungen, Einstellungen und Teile - inklusive einer Daumenbremse. Dann konnten sie auch die RC213V für 2015 ausprobieren. Ihre Aussagen waren wie immer unterschiedlich, wenn ein neues Motorrad zum ersten Mal auf der Strecke ist. Mit dem Debüt sind wir aber relativ zufrieden, denn wir wissen, in welche Richtung wir damit weitermachen müssen."

Pedrosa und Marquez verabschiedeten sich nach diesem Test in den Urlaub. Obwohl die MotoGP nun in die Sommerpause geht, trafen Anfang der Woche die Trucks und Motorhomes der Teams bereits in Brünn ein. Das Material für den Grand Prix von Indianapolis am 10. August wurde bereits per Luftfracht auf den Weg über den Atlantik gebracht.

Fotoquelle: Repsol

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