Neue Kräfteverhältnisse: Profitiert Valentino Rossi 2016 von seiner Erfahrung?

MotoGP 2014

— 19.07.2014

Rossi: 2016 wird das "Jahr Null" sein

Einheitselektronik und ein neuer Reifenlieferant: Routinier Valentino Rossi erwartet, dass sich die MotoGP grundlegend verändern wird

Vor dem Rennwochenende am Sachsenring verlängerte Publikumsliebling Valentino Rossi seinen Vertrag bei Yamaha um weitere zwei Jahre. Bis 2016 wird der Italiener für den japanischen Motorradhersteller an den Start gehen, mit dem er 2004, 2005, 2008 und 2009 die Meisterschaft gewann. 2013 kehrte Rossi nach zwei schwierigen Jahren bei Ducati zu Yamaha zurück.

Besonders gespannt ist Rossi, wie sich die Kräfteverhältnisse in der Saison 2016 entwickeln. Momentan ist Honda einen Schritt voraus. Doch durch die Einheitselektronik, die ab der Saison 2016 vorgeschrieben ist, dürfte der größte Vorteil von Honda verpuffen. Zudem stehen auf dem Reifensektor umfassende Änderungen bevor. Michelin wird die Aufgabe von Bridgestone übernehmen und die offiziellen MotoGP-Pneus liefern.

Die Franzosen verfolgen eine andere Reifen-Philosophie und haben bereits angekündigt, das Format der Pneus zu ändern. Nach der Saison 2015 ist Schluss mit 16,5 Zoll. Um die MotoGP-Entwicklungen besser auf die Serienprodukte übertragen zu können, wird Michelin zum 17-Zoll-Format wechseln, das sich in den vergangenen Jahren in der Serienproduktion durchsetzen konnte.

Rossi ist sowohl auf die Einheitselektronik als auch auf die Rückkehr zu Michelin gespannt: "Ich wollte meinen Vertrag unbedingt für zwei Jahre verlängern, weil ich auf die 2016er-Bikes gespannt bin. Ich denke, dass sich die MotoGP nach der kommenden Saison stark verändern wird. Die beiden wichtigsten Dinge - die Elektronik und die Reifen - werden sich ändern."

Für die Saison 2014 modifizierte Rossi seinen Fahrstil und orientierte sich an Weltmeister Marc Marquez, der momentan in seiner eigenen Liga fährt. 2016 könnte sich das aber erneut ändern: "Es könnte ein anderer Fahrstil notwendig sein. Es ist denkbar, dass man das Motorrad ganz anders fahren muss", grübelt Rossi, der seit der Saison 2000 in der Königsklasse an den Start geht. "Es wird das Jahr Null sein."

Offen ist, wer 2016 zusammen mit Rossi das Yamaha-Werksteam bildet. Jorge Lorenzo wird immer wieder mit einem Wechsel zu Ducati in Verbindung gebracht. Es ist gut möglich, dass der Spanier nur noch ein Jahr bei Yamaha dranhängt und ab 2016 auf einer Desmosedici sitzt. "Ich würde mich freuen, wenn Jorge im Team bleibt. Das wäre gut für die Entwicklung der Maschine", bemerkt Rossi.

"Er pusht immer zu 100 Prozent und bringt das Motorrad immer ans Limit. Ich denke, es wäre der optimale Weg", berichtet der "Doktor". "Es gibt aber auch andere gute Fahrer wie Pol Espargaro und einige andere. Doch ich hoffe, dass Jorge weitermacht."

Fotoquelle: FGlaenzel

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