Ob Bradley Smith bei Tech 3 bleiben kann, ist völlig offen

MotoGP 2014

— 24.07.2014

Tech 3: Poncharal trifft Fahrerentscheidung

Yamaha hat bei Tech 3 schon mehrmals Fahrer "geparkt" - Wer neben Pol Espargaro fahren wird, ist alleine die Entscheidung von Herve Poncharal

Die Partnerschaft zwischen Yamaha und dem Kundenteam Tech 3 ist eng. Das Werksteam bekommt die neuesten Entwicklungen zwar zuerst, doch der Rennstall von Herve Poncharal erhält konkurrenzfähiges Material, wie die Pole-Positions und zahlreichen Podestplätze in den vergangenen Jahren gezeigt haben. Monster fungiert bei Tech 3 als Hauptsponsor, ist aber auch auf den Motorrädern von Jorge Lorenzo und Valentino Rossi zu sehen. Auf Fahrerseite ist Tech 3 mittlerweile das Nachwuchsteam von Yamaha.

Poncharal ist glücklich damit, junge und erfolgshungrige Talente zu haben. Derzeit ist Bradley Smith ein Tech-3-Fahrer, während Pol Espargaro mit Yamaha direkt einen Vertrag hat und bei Tech 3 geparkt wurde. Hätte Valentino Rossi seine Karriere beendet oder hätte Jorge Lorenzo zu einem anderen Hersteller gewechselt, dann hätte Espargaro den freien Platz übernommen. So sieht es sehr wahrscheinlich danach aus, dass der Spanier ein weiteres Jahr im Satellitenteam fahren wird.

Offen ist, ob Smith bleiben darf. Poncharal sieht sich nach vielversprechenderen Alternativen um. "Meine Firma ist unabhängig und ich habe das Recht zu sagen, wer für mich fahren wird. Yamaha wird auf mich hören", stellt Poncharal bei 'Crash.net' klar. Der Franzose entscheidet selbst, ob Smith bleiben kann oder wer anstelle des Briten die zweite M1 fahren wird. So verhält es sich auch mit den beiden Plätzen in der Moto2. Poncharal war von Marcel Schrötters Talent und Einstellung beeindruckt und gab ihm im vergangenen Herbst die Chance.

Tech 3 ist seit 1990 in der Motorrad-WM vertreten. In den späten 1990er-Jahren begann die Zusammenarbeit mit Yamaha. Der größte Erfolg war im Jahr 2000 der Gewinn der 250er-Weltmeisterschaft mit Olivier Jacque. In einem denkwürdigen Finale setzte sich der Franzose damals auf Phillip Island hauchdünn gegen seinen Teamkollegen Shinja Nakano durch. Tech 3 fungierte damals in der Viertelliterklasse als Yamaha-Werksteam. 2001 stieg Tech 3 in die MotoGP auf.

Bis heute fuhr der Rennstall in der Königsklasse ausschließlich mit Yamaha. So kam es auch, dass Tech 3 Fahrer von Yamaha bekam. "Es gab drei Fälle", so Poncharal. "Zum ersten Mal, als sie Lorenzo im Jahr 2008 verpflichtet haben. Colin Edwards hatte noch einen Vertrag über ein weiteres Jahr und sie fragten mich, ob ich Colin nehmen wolle. Er fuhr also sein letztes Jahr als Werksfahrer für uns. Anschließend blieb er mit einem Tech-3-Vertrag bei uns."

"Das zweite Mal war mit Ben Spies. Er hatte von Japan einen Zweijahresvertrag. Wenn er die Superbike-WM gewinnen würde, hätte er entweder ein weiteres Jahr in der Superbike-WM gehabt, oder wäre in die MotoGP gewechselt. Im Werksteam waren Jorge und Vale. Also haben sie mich gefragt", erinnert sich Poncharal zurück. "Ich war mehr als glücklich, denn Ben war ein großartiger Fahrer und er fuhr bei uns mit einem Yamaha-Werksvertrag."

"Das dritte Beispiel war Pol. Yamaha wusste im Vorjahr nicht, was mit Jorge und Vale passieren würde. Ich war mit Pol mehr als glücklich, aber der zweite Fahrer ist zu 100 Prozent meine Wahl, weil das Werksteam mit ihren Fahrern glücklich ist." Nach der Sommerpause wird entschieden, ob Poncharal einen Ersatz für Smith findet. Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass der Brite ein weiteres Jahr bleiben darf.

Fotoquelle: Tech 3

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