Andrea Dovizioso müht sich momentan mit der unterlegenen Ducati Desmosedici ab

MotoGP 2014

— 26.07.2014

Dovizioso: "Bin einer der besten Fahrer"

In der MotoGP konnte Andrea Dovizioso erst einen Sieg feiern - Dennoch sieht sich der Italiener auf einer Stufe mit Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa

Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso ist seit der Saison 2002 Stammpilot in der Motorrad-Weltmeisterschaft. 2004 gelang dem Italiener der bisher grte Erfolg seiner Karriere. Dovizioso gewann mit Honda die 125er-WM und setzte sich gegen Hector Barbera und Roberto Locatelli durch. Jorge Lorenzo beendete die Saison auf Position vier, Casey Stoner wurde WM-Fnfter.

Dovizioso blieb Honda auch bei den 250ern treu, kmpfte dadurch aber mit einem erheblichen Leistungsnachteil. In den drei Jahren, die er in der mittleren Kategorie verbrachte, holte "Dovi" vier Siege und wurde zwei Mal Vizeweltmeister. 2006 musste er sich knapp geschlagen geben. 17 Punkte trennten ihn von Weltmeister Lorenzo, der mit seiner Aprilia berlegen war. Und auch 2007 konnte Dovizioso nicht verhindern, dass Lorenzo fr Aprilia den Titel holt.

In der Saison 2008 stieg Dovizioso mit Honda in die MotoGP auf. Nach einer starken Debtsaison - Dovizioso wurde WM-Fnfter - holte HRC den Italiener ins Werksteam. Doch dort erfllte der ehemalige 125er-Weltmeister die Erwartungen nicht. Honda wollte ihn bereits nach zwei Jahren vor die Tr setzen, kam aus dem Vertrag aber nicht heraus. Doch Ende 2011 musste sich Dovizioso einen neuen Job suchen und kam bei Tech 3 unter. Seit 2013 fhrt er fr das Ducati-Werkteam.

Nur ein MotoGP-Sieg

Verglichen mit Pedrosa und Lorenzo, mit denen Dovizioso zu 125er und 250er-Zeiten gut mithalten konnte, fehlen die groen Erfolge in der MotoGP. In der Saison 2009 holte er in Donington bei schwierigen Bedingungen seinen einzigen MotoGP-Sieg. Lorenzo gewann in jeder Saison, die er in der MotoGP fuhr, mindestens ein Rennen und kommt auf 31 Siege. Pedrosa stieg zwei Jahre eher in die MotoGP auf und konnte ebenfalls in jeder Saison Rennen gewinnen. Der langjhrige Honda-Werkspilot kommt auf bisher 25 Siege.

"Man will immer mehr. Es ist normal, dass man mehr will als man hat. Ich muss also mit den erreichten Ergebnissen nicht zufrieden sein. Ich bin einer der besten Fahrer, doch sicher wollte ich erfolgreicher sein, als ich es in der Vergangenheit war", bemerkt Dovizioso im Gesprch mit 'Crash.net'. Nach dem Gewinn der 125er-WM hoffte Dovizioso, auch in den greren Klassen Titel zu holen.

"Wenn man eine Weltmeisterschaft gewinnt, erwartet man, mehr zu gewinnen. Doch das war bei mir nicht der Fall. Ich kmpfte viele Jahre um die Meisterschaft - vor allem bei den 250ern. Valentino, Marquez, Lorenzo oder Dani haben mehr gewonnen. Deswegen bin ich unzufrieden. Doch ich bin nicht weit von ihnen entfernt und habe immer mit ihnen gekmpft", schildert der Italiener, der in seiner Karriere bisher zehn Grand-Prix-Siege holen konnte.

Dovizioso schreibt WM-Titel noch nicht ab

"Es hngt immer davon ab, wie man seine Karriere betrachtet. Einerseits bin ich nicht zufrieden, doch andererseits habe ich meine Trume verwirklicht. Ich muss also zufrieden sein. Doch ich denke nicht, dass es vorbei ist", erklrt der Ducati-Werkspilot, der mit der Desmosedici noch einiges vor hat: "Im Moment haben wir Probleme, doch ich denke, das muss nicht zwangslufig heien, dass wir in der Zukunft nicht die Meisterschaft gewinnen knnen."

"Ich wei nicht, wie wahrscheinlich das ist, weil ich immer sehr realistisch denke. Doch ich glaube, die Eigenschaften zu haben, damit ich um die MotoGP-Meisterschaft kmpfen und sie gewinnen kann", stellt Dovizioso klar. Rckblickend bereut er auch nicht, in der 250er-WM nicht zu einem anderen Hersteller gewechselt zu sein. Sich ber das Material zu beschweren, entspricht nicht Doviziosos Philosophie.

"Es gibt keinen Grund, zu behaupten, ich htte eine andere Entscheidung treffen sollen. Vielleicht wre es besser gewesen, doch ich bin nicht der Typ, der sich ber Entscheidungen beschwert. Ich bin mit meinen Entscheidungen zufrieden. Ich bin nicht so ein Fahrer, der sich beschwert, wenn ein anderer Fahrer ein besseres Motorrad hat", berichtet der momentane WM-Vierte.

Fotoquelle: Ducati

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