Ab 2016 wird im Fahrerlager wieder zum Teil französisch gesprochen

MotoGP 2014

— 02.08.2014

Michelin-Comeback wird Kosten nicht erhöhen

Herve Poncharal glaubt nicht, dass mit dem Comeback von Michelin die Entwicklungskosten explodieren werden - Neu wird ein Intermediate-Reifen sein

Im Jahr 2016 endet die aktuelle Übergangsphase und es beginnt in der MotoGP eine neue Zeitrechnung. Dann werden wieder alle Motorräder unter einem Reglement fahren. Die Unterschiede zwischen Factory und Open wird es dann nicht mehr geben. Außerdem kommt mit Michelin ein altbekannter Reifenhersteller in die MotoGP zurück. Die Reifen könnten das Kräfteverhältnis verändern. Wer sich und das Motorrad am besten auf Michelin einstellt, wird einen Vorteil haben.

Allerdings wird es auch weiterhin nur einen Reifenhersteller geben. Die Zeit des Reifenkrieges ist aus Kostengründen vorbei. "Der Wettbewerb zwischen Michelin und Bridgestone war sehr spannend", blickt Tech-3-Teamchef Herve Poncharal im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' auf vergangene Zeiten zurück. Seit 2009 fungiert Bridgestone als alleiniger Ausrüster. "Bridgestone hat sehr gute Arbeit geleistet, denn sie stellen Honda, Yamaha und Ducati die gleichen Reifen zur Verfügung", lobt Poncharal.

"Jeder muss damit arbeiten. Niemand beklagt sich. Wir haben keine Intermediate-Reifen, können aber trotzdem fahren. Bridgestone hat sich schließlich zum Rückzug entschieden, weil sie finden, dass sie nichts mehr zeigen und beweisen müssen. Ich weiß nicht, was sie in Zukunft machen wollen."Als Bridgestone den Rückzug mit Ende der kommenden Saison verkündete, wurde sofort Michelin ins Spiel gebracht. Die Franzosen waren zwischen 1972 und 2008 in der Motorrad-WM vertreten.

"Michelin hat sofort Interesse bekundet. Wir wissen, dass Michelin in der Motorrad-WM viel Erfahrung hat. Sie werden auch viel Geld investieren", ist Poncharal überzeugt. "Wir werden einen Intermediate-Reifen haben. Für mich wird sich aber nicht viel ändern. Jetzt denkt man nicht über die Reifen nach, weil jeder die gleichen zur Verfügung hat. Aktuell wird wieder etwas mehr darüber gesprochen, weil Fahrer wie Aleix, Iannone und Dovi im Qualifying mit dem weichen Reifen eine schnelle Runde fahren können. 2016 ist das aber vorbei, weil wir dann alle die gleichen Reifen haben werden."

Es stellt sich die Frage, ob der Wechsel des Reifenpartners die Kosten in die Höhe schießen lassen, denn die Hersteller müssen ihre Motorräder an die Reifen anpassen. "Nein", wischt Poncharal diese Bedenken vom Tisch. "Wir bekommen die Motorräder von den Herstellern und unsere Aufgabe ist es, unser Bike an unseren technischen Partner anzupassen. Wir haben in der Vergangenheit mit Dunlop zusammengearbeitet. Jorge fuhr mit Michelin, Vale hatte Bridgestone und wir Dunlop. Das gleiche Motorrad fuhr mit drei unterschiedlichen Reifen. Und es hat funktioniert."

"Man kann deshalb nicht sagen, dass die aktuellen Motorräder für die Bridgestone-Reifen gebaut wurden. Die Motorräder werden gemeinsam mit Bridgestone entwickelt. Für einen anderen Reifen passt man die Dämpfung und das Chassis an. Der Fahrer muss das Gefühl für den Reifen verstehen und seinen Fahrstil anpassen. Das macht es interessant", freut sich Poncharal auf die neue Aufgabe. Die Saison 2008 war letztmalig aus Reifensicht interessant, denn Yamaha fuhr mit drei unterschiedlichen Reifenmarken.

Fotoquelle: xpb.cc

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