Aleix Espargaro präsentiert sich in Indianapolis gut gelaunt

MotoGP 2014

— 07.08.2014

Transferkarussell: Aleix Espargaro mit Suzuki so gut wie einig

Während die Plätze bei Honda, Yamaha und Ducati für die kommende Saison besetzt sind, zeichnet sich auch bei Rückkehrer Suzuki baldige Klarheit ab

Einen Tag vor dem ersten Freien Training zum Grand Prix von Indianapolis wurde im vielzitierten "Racing Capital of the World" ein weiterer der entscheidenden Bausteine im MotoGP-Transferkarussell 2014/2015 an seinen Platz gesetzt. Jorge Lorenzo und Yamaha werden auch in den kommenden zwei Jahren zusammenspannen.

Lorenzos neuer Vertrag läuft genau wie der von Teamkollege Valentino Rossi bis Ende der Saison 2016. Auch die Honda-Werksfahrer Dani Pedrosa und Marc Marquez sind dank ihrer vor wenigen Wochen beziehungsweise Monaten verkündeten Vertragsverlängerung bis Ende der Saison 2016 an ihren aktuellen Arbeitgeber gebunden.

Was Lorenzo betrifft, so denkt dieser allerdings schon weiter: "Ich bin über den neuen Vertrag mit Yamaha sehr glücklich. Ich habe immer gesagt, dass Yamaha meine erste Wahl ist. Mein Traum ist es, meine Karriere mit Yamaha zu beenden." Von den vorübergehenden Wechselgerüchten in Richtung Ducati also keine Spur mehr.

Bei Honda, Yamaha und Ducati alles klar

Während die Vertragsverlängerung mit Yamaha letztlich keine große Überraschung mehr war, so lag zumindest die Vermutung einer vorzeitigen Ausstiegsklausel nahe. Diese hätte es Lorenzo im Fall der Fälle ermöglicht, nach einem Jahr des neuen Vertrags in Richtung eines anderen Herstellers zu wechseln. Von einer derartigen Option ist im Zuge der Yamaha-Bekanntgabe allerdings keine Rede.

Beim Ducati-Werksteam wird es im kommenden Winter dennoch einen Wechsel geben. Cal Crutchlow verlässt das Team nach nur einer Saison und geht zu LCR-Honda, wo er die RC213V von Stefan Bradl übernimmt. Der wiederum wechselt nach drei Jahren im Team von Lucio Cecchinello zu Forward und damit auf eines der Open-Bikes. Bradls Deal mit Giovanni Cuzari wurde am Mittwoch offiziell bestätigt.

Die größere Überraschung der vergangenen Tage war jedoch der Crutchlow-Wechsel von Ducati zu LCR. "Der Deal kam spät im Monat zustande", erklärt der Brite, der wenige Tage zuvor am Rande der World-Ducati-Week in Misano noch verkündet hatte, auch 2015 für die Roten aus Borgo Panigale an den Start zu gehen. "Doch dann kam der Deal zustande und wir haben uns einvernehmlich darauf verständigt, dass ich Ducati zum Ende der Saison verlasse werde", so Crutchlow, der keine weiteren Details zum Ablauf des kurzfristigen Sinneswandels nennen möchte.

Dovizioso glaubt an "gutes Team"

So versichert der Brite lediglich, "bis zum Ende des Jahres 100 Prozent Einsatz für Ducati" zu geben, freut sich aber gleichzeitig darauf, "was für mich mit LCR-Honda möglich ist". Während der Supersport-Weltmeister von 2009 das Ducati-Werksteam nach nur einem Jahr also wieder verlässt, bleibt Andrea Dovizioso gemäß kürzlich unterzeichnetem Vertrag bis Ende 2016 im Team.

"Ich konzentriere mich voll auf dieses Projekt", insistiert "Dovi". Als neuen Kollegen bekommt der Italiener seinen Landsmann Andrea Iannone an die Seite gestellt, der vom Ducati-Kundenteam Pramac ins Werkteam aufsteigt. "Das wir sicher interessant. Iannone ist sehr schnell und noch jung. Ich glaube, wir werden ein gutes Team sein", freut sich Dovizioso nicht nur auf die GP15, sondern auch auf den neuen Kollegen.

Jetzt, da die vier Fahrer der zwei großen Werksteams Honda und Yamaha gebunden sind und auch bei Ducati alles klar ist, ist es Aleix Espargaro, von dem der nächste Zug auf dem Transfermarkt erwartet wird. Während Bradl am Mittwoch als neuer Fahrer des Forward-Teams für 2015 vorgestellt wurde, zieht es Espargaro in Richtung Suzuki. Daraus macht der Spanier in Indianapolis überhaupt kein Hehl.

Espargaros Suzuki-Deal "in den kommenden Wochen" offiziell?

"Es gibt noch keine Neuigkeiten. Wir arbeiten daran. Alle wissen, dass es meine Priorität für das kommende Jahr ist, zu Suzuki zu gehen. Noch ist es aber nicht fixiert. Wir arbeiten daran. Ich hoffe, dass wir es in den kommenden Wochen unter Dach und Fach kriegen", sagt Espargaro und deckt auf: "Vor dem Deutschland-Grand-Prix hatten wir einige gute Optionen. Während der Sommerpause haben wir aber entschieden, nicht mehr länger über alle Optionen nachzudenken. Wir haben uns vergangene Woche darauf verständigt, nur noch das Thema Suzuki weiterzuverfolgen".

Vom Deal zwischen Forward und Bradl wurde Espargaro eigener Aussage zufolge überrascht. "Ich war gestern in New York und sah es auf Twitter, dass er zu Forward stoßen wird. Ich wünsche ihm alles Gute. Er wird ein richtig gutes und familiäres Team vorfinden. Ich hoffe aber natürlich, dass er nicht allzu schnell sein wird. Ich hoffe, dass ich ihn schlagen kann", so der designierte Suzuki-Werksfahrer.

Im weiteren Verlauf der Saison 2014 will sich Espargaro im Sattel seiner Forward-Yamaha darauf konzentrieren, "unter den besten Sechs abzuschließen oder sogar Andrea (Ducati-Werksfahrer Dovizioso; Anm. d. Red.) im Kampf um Platz fünf noch zu überholen".

Fotoquelle: FGlaenzel

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