MotoGP in Indianapolis: Pre-Events

MotoGP 2014

— 09.08.2014

Pole in Indy: Marquez weiterhin unantastbar

Honda-Ass Marc Marquez ist auch in Indianapolis unantastbar und erobert seine achte Pole-Position der Saison - Stefan Bradl nur Zehnter

Weltmeister Marc Marquez schreibt seine Erfolgsgeschichte auch nach der Sommerpause fort. Der Honda-Werksfahrer eroberte souverän die Pole-Position für den Grand Prix von Indianapolis. Marquez umrundete den modifizierten und neu asphaltierten Kurs in 1:31.619 Minuten und holte sich seine achte Pole der laufenden Saison. Klassenübergreifend startet der 21-Jährige schon zum 45. Mal in seiner Karriere vom besten Startplatz. Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo (Yamaha) komplettierten als Zweiter und Dritter die erste Startreihe.

Superstar Valentino Rossi (Yamaha) startet am Sonntag von Startplatz fünf aus der zweiten Reihe. Der Deutsche Stefan Bradl (LCR-Honda) wurde Zehnter. An Marquez kam kein Fahrer heran, obwohl er zu Beginn seiner ersten schnellsten Runde den Bremspunkt für Kurve eins verpasste und auf das berühmte Oval ausweichen musste. Anschließend lieferte der Spanier seine gewohnt perfekte Leistung ab und war unantastbar.

"Natürlich freue ich mich über die Pole, denn nach den Ferien ist so ein Start wichtig", grinst der neunfache Saisonsieger. "Das Wichtigste ist, dass wir morgen für das Rennen eine gute Pace haben. Ich bin zuversichtlich, aber man kann nie wissen, was passieren wird, denn die Wettervorhersage ist nicht sehr stabil. Im Qualifying regnete es ein kleines bisschen, das konnte man am Visier sehen. Morgen werden wir wie immer unser Bestes geben. Die korrekte Reifenwahl wird wichtig sein. Wir werden die Temperatur abwarten und uns dann entscheiden."

Dovizioso nutzte seine Chancen optimal. Der Italiener hängte sich an Marquez und fuhr im Windschatten des Weltmeister seine persönlich schnellste Runde, die ihn auf Startplatz zwei brachte. Ducati zündete am Samstag außerdem eine neue Motorausbaustufe der Desmosedici. "Der Start ist hier immer wichtig, denn die erste Kurve ist sehr eng, also ist diese Position sehr gut für uns", betont der Italiener und jubelt: "Es ist unglaublich, dass wir in der ersten Reihe stehen."

"Wir haben einen sehr guten Job gemacht, denn in jedem Training waren wir vorne dabei. Das Rennen wird schwierig werden, denn in den 27 Runden werden die Reifen stark abbauen, ganz besonders hinten. Aber unser Speed ist etwas besser als auf den anderen Strecken, also bin ich sehr zufrieden." Nach Le Mans startet Dovizioso in dieser Saison zum zweiten Mal aus der ersten Reihe. Startplatz zwei war sein bestes Qualifying-Ergebnis in Ducati-Farben.

Lorenzo auf Startplatz drei

Mit Yamaha-Pilot Lorenzo war die Markenvielfalt in der ersten Reihe perfekt. "Wir hatten dieses Mal die Möglichkeit, es auf die Pole-Position zu schaffen, denn Marc war nicht so weit weg", schätzt Lorenzo seine 0,250 Sekunden Rückstand ein. "Aber letztendlich fehlten uns zwei Zehntel. Ich gab mein Bestes, aber bei meinem zweiten Versuch folgten mir so viele Fahrer, die das normalerweise nicht machen - wie Dani zum Beispiel."

"Dadurch war ich etwas nervös, aber ich konnte mich um zwei Zehntel verbessern und es in die erste Reihe schaffen. Das ist für morgen eine gute Position und das Motorrad funktioniert gut und ich bin zuversichtlich", lächelt Lorenzo, der zum fünften Mal in dieser Saison aus der ersten Reihe starten wird. 2009 gewann Lorenzo in Indianapolis. In den vergangenen vier Jahren waren ausschließlich Honda-Werksfahrer erfolgreich.

Bester Open-Vertreter war einmal mehr Aleix Espargaro (Forward-Yamaha), der als Vierter einen Tick schneller war als Rossi. Der Superstar lag nach den ersten schnellen Runden noch auf Platz neun und konnte sich schließlich noch auf Rang fünf verbessern. Rossis Rückstand auf die Spitze betrug 0,541 Sekunden. Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) komplettierte als Sechster die zweite Startreihe.

Andrea Iannone qualifizierte sich mit der Pramac-Ducati auf Startplatz sieben. Honda-Pilot Dani Pedrosa setzte seine durchwachsene Leistung an diesem Wochenende fort und wurde nur Achter. Der Brite Bradley Smith rundete als Neunter die dritte Reihe ab. Kurz vor Ablauf der Zeit stürzte Smith allerdings von seiner Tech-3-Yamaha. Weil gelbe Flaggen geschwenkt wurden, war die Zeitenjagd vorzeitig beendet.

Bradl hatte im dritten Freien Training noch mit der schnellsten Zeit geglänzt, doch im Qualifying fehlten neun Zehntelsekunden auf Marquez. Der Deutsche fuhr nur einen Tick schneller als am Vormittag, während die Konkurrenz deutlicher zulegen konnte. Somit wurde es für Bradl Platz zehn. Scott Redding (Aspar-Honda) setzte sich im britischen Duell gegen Cal Crutchlow (Ducati) durch und eroberte Rang elf.

Redding schlägt Crutchlow schon in Q1

Im ersten Qualifying-Abschnitt setzten sich zwei Briten durch und zogen ins Q2 ein. Crutchlow quetscht seine Ducati aus und markierte vorübergehend Platz eins, doch er wurde noch von seinem Landsmann Redding überflügelt. Der MotoGP-Rookie stellte mit der Open-Honda die Bestzeit von 1:32.829 Minuten auf. Redding machte die Zeit vor allem im kurvigen Infield gut, denn auf der Geraden fehlt der RCV1000R Power.

Redding war bei der Messung der Höchstgeschwindigkeit um 19 km/h langsamer als Crutchlow. Trotzdem war Redding über die Runde um 0,112 Sekunden schneller. Als Dritter blieb Yonny Hernandez (Pramac-Ducati) hängen und wird am Sonntag als 13. starten. Eine Klatsche erlebte Alvaro Bautista, der eine Honda RC213V im Gresini-Team fährt. Der Spanier war um eine knappe halbe Sekunde langsamer als sein Teamkollege Redding. Somit wurde es Startplatz 14.

Bautista war noch von einem heftigen Highsider im Vormittagstraining gebeutelt. Routinier Colin Edwards (Forward-Yamaha) eroberte in seinen Tarnfarben den 15. Startplatz für seinen letzten US-Grand-Prix. Stark in Szene setzte sich Leon Camier beim ersten MotoGP-Qualifying seiner Karriere. Der Brite vertritt Nicky Hayden im Aspar-Team und kannte weder das Motorrad, noch die Reifen oder die Strecke.

Trotzdem steigerte sich Camier von Training zu Training und zog Startplatz 16 an Land. Damit war Camier schneller als sein Aspar-Teamkollege Hiroshi Aoyama, der hinter Danilo Petrucci (Ioda) 18. wurde. Die Plätze in der siebten Reihe gingen an das Avintia-Duo Mike di Meglio und Hector Barbera sowie an Karel Abraham (Cardion-Honda). Schlusslichter waren die beiden PBM-Fahrer Broc Parkes und Michael Laverty. Parkes stürzte am Ende von Q1. Der Grand Prix über 27 Runden startet am Sonntag um 20:00 Uhr MESZ.

Fotoquelle: Repsol

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