MotoGP in Brünn: Pre-Events

MotoGP 2014

— 16.08.2014

Marquez rast auch in Brünn auf Pole

Die Konkurrenz ist Marc Marquez auf den Fersen, doch am Ende behält der Spanier die Nerven und rast wieder einmal zur Pole - Dovizioso und Iannone in Reihe eins

So eng ging es in der MotoGP lange nicht mehr zu: Im Qualifying trennten den Ersten und den Neunten am Ende gerade einmal 0,314 Sekunden. Ganz vorne steht am Sonntag aber trotzdem wieder einmal ein alter Bekannter: Marc Marquez. Der Spanier sicherte sich in Brünn seine neunte Pole-Position der Saison. Die erste Startreihe komplettieren überraschend die beiden Ducati-Piloten Andrea Dovizioso und Andrea Iannone.

Iannone suchte dabei auf seiner schnellen Runde gezielt das Hinterrad von Marquez und schob sich so wenige Minuten vor Ende des Qualifyings sogar zwischenzeitlich auf Platz eins nach vorne. "Marc hat mir bei dieser Runde etwas geholfen", sagt der Pramac-Pilot mit einem Lächeln und ergänzt: "Ich bin happy, denn ich habe mein Bestes gegeben. Gestern war ein schwieriger Tag, aber heute Morgen bin ich besser gestartet."

Mit seiner letzten schnellen Runde konnte Marquez allerdings noch einmal kontern und schnappte sich so in gewohnt abgezockter Manier doch noch die Pole. "Wir haben im vierten Training einiges ausprobiert, was nicht funktioniert hat, aber jetzt lief es wieder besser", freut sich der Spanier und antwortet auf die Frage, ob er nun den Rekord von elf Siegen in Folge anpeile: "Ehrlich gesagt kommt es mir mehr darauf an, auf das Podium zu fahren. Natürlich sagen die Leute aber, dass ich gewinnen muss."

Dovizioso wieder schneller als die Yamahas

Andrea Dovizioso holte ebenfalls erneut alles aus seiner Ducati heraus und wurde am Ende mit Platz zwei belohnt. "Ich bin sehr glücklich, denn mein Gefühl war hier besser als in Indianapolis", berichtet der Italiener und ergänzt: "Ich bin eine gute Zeit gefahren, bin aber hinter Marquez. Schon vor dem Quali hatte ich ein gutes Gefühl. Es war ein gutes Wochenende, ich war in jeder Session schnell. Daher denke ich, dass das Rennen morgen interessant wird."

Rang vier sicherte sich etwas überraschend Bradley Smith (Tech-3-Yamaha). Eine Enttäuschung erlebte derweil Dani Pedrosa, der im dritten Freien Training noch die Bestzeit gesetzt hatte. Der Honda-Werkspilot wurde im eng umkämpften Feld lediglich Fünfter. Noch schlechter lief es für Valentino Rossi, der seinen Sturz im vierten Training wohl noch nicht verarbeitet hatte und lediglich Siebter wurde.

Rang sechs sicherte sich Jorge Lorenzo, der damit allerdings ebenfalls nicht zufrieden sein dürfte. Stefan Bradl (LCR-Honda), der sich zunächst noch durch das erste Qualifying kämpfen musste, betrieb mit seinem achten Startplatz lediglich Schadensbegrenzung. Neunter wurde Pol Esparagro (Tech-3-Yamaha) vor seinem Bruder Aleix auf der Forward-Yamaha. Cal Crutchlow (Ducati) wird am Sonntag von Startplatz elf aus ins Rennen gehen.

Q1: Bradl und Hernandez kommen durch

Neben Bradl, der in Q1 mit 1:56.722 Minuten die Bestzeit gesetzt hatte, hatte sich im ersten Qualifying auch Yonny Hernandez auf der Pramac-Ducati durchgesetzt. Die beiden waren die einzigen Piloten, die Zeiten unter 1:57 Minuten hinlegen konnten. Pramac-Testpilot Michele Pirro landete mit 0,371 Sekunden Rückstand auf Bradl auf Rang drei und wird damit am Sonntag von Startplatz 13 ins Rennen gehen.

Eine Enttäuschung erlebte wieder einmal Alvaro Bautista. Der Spanier war auf seiner RC213V nur minimal schneller als sein Teamkollege Scott Redding auf der Open-Honda. Die beiden Gresini-Piloten werden am Sonntag von den Positionen 14 und 15 ins Rennen gehen. Von ganz hinten wird Mike di Meglio (Avintia) starten, er stürzte bereits auf seiner ersten schnellen Runde und konnte keine Zeit setzen, da er sein zweites Motorrad bereits früher am Samstag bei einem weiteren Unfall zerstört hatte.

Leon Camier, der Nicky Hayden bei Aspar vertritt, steuerte seine Open-Honda auf Startplatz 18 und konnte damit seine gute Form aus Indianapolis nicht ganz bestätigen. Bei seinem Debüt in der MotoGP hatte sich der Brite noch den 16. Startplatz erkämpft. Colin-Edwards-Ersatz Alex de Angelis landete auf seiner Forward-Yamaha bei seinem Comeback in der Königsklasse auf Startplatz 20. Lokalmatador Karel Abraham (Cardion) sicherte sich Startplatz 17.

Fotoquelle: Repsol

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