MotoGP in Brünn: Pre-Events

MotoGP 2014

— 17.08.2014

Rossi: "Marquez konnte nicht ans Limit gehen"

Der Routinier setzt sich beim Grand Prix in Brünn gegen Seriensieger Marc Marquez durch und fährt trotz der Fingerverletzung aufs Podium

Yamaha-Werkspilot hat auch beim Rennen in Brünn den dritten Platz geholt. Wie beim vergangenen Rennen in Indy fuhr der Italiener als Dritter ins Ziel und kassierte 16 Punkte für die Meisterschaft. "Ich freue mich sehr, es war ein schwieriges Wochenende mit dem Sturz gestern und der Verletzung", blickt Rossi auf seinen Sturz im Freien Training zurück. Vor dem Qualifying zog sich der 35-Jährige eine schmerzhafte Fingerverletzung zu.

"Heute Morgen war das Setup sehr schlecht und ich hatte auch Schmerzen. Aber heute Nachmittag ging es besser und ich konnte ein gutes Rennen fahren. Das Tempo war gut und ich stehe auf dem Podium", bilanziert Rossi, der sich schlussendlich gegen Marc Marquez durchsetzen konnte. "Leider habe ich in den ersten Runden ein bisschen was liegen gelassen, weil ich mir nicht sicher war, ob ich das Tempo halten kann. Es ist eine Freude, Marc einmal zu schlagen. Ich bin stolz, auf dem Podium zu stehen."

"Das Rennen war die beste Session des kompletten Wochenendes", betont Rossi, der den Sturz im vierten Freien Training auf seine Kappe nimmt: "Gestern machte ich zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt einen Fehler. Dadurch wurde es schwieriger für mich. Ich stürzte, als wir eine wichtige Änderung probierten. Die Verletzung machte es nicht leichter. Ich war sehr besorgt. Am Morgen wollte ich ohne Schmerzmittel fahren, hatte aber sehr starke Schmerzen. Ich fühlte mich nicht wohl. Es war schwierig, zu fahren. Das Motorrad war schwer zu kontrollieren. Mir fehlte die Haftung."

Setupänderung zahlt sich aus

"Doch am Nachmittag konnten wir die Situation mit der Verletzung und das Setup der Maschine verbessern. Es war ein gutes Rennen, das ich sehr genießen konnte. Mein Tempo war gut. Schlussendlich konnte ich Marc bezwingen. Ich mag ihn, doch es ist toll, dass ich ihn nach zehn Rennen besiegen konnte. Der Start in die zweite Saisonhälfte war gut, doch wir müssen versuchen, uns weiter zu steigern", fordert der Routinier.

Die Verletzung kostete Rossi vor allem in der Anfangsphase Zeit: "Der Finger sorgte beim Start und bei den ersten Runden für Probleme. Beim Start war es schwierig, die Kupplung richtig zu bedienen. Auf den ersten Runden war ich auf der Bremse nicht aggressiv genug. Dadurch verlor ich den Anschluss an Jorge und Dani. Doch danach hatte ich keine Probleme damit", berichtet der Yamaha-Pilot.

Beim Kampf um Platz drei behielt Rossi die Oberhand: "Es schien, als ob Marc heute nicht das perfekte Setup erwischt hat. Das passiert den anderen Fahrern ziemlich oft. Marc war in den Rennen immer sehr stark. Heute konnte er nicht an sein Limit gehen. Er hatte sicher ein Problem mit dem Setup", grübelt Rossi, der es nicht überbewerten möchte, vor Marquez gelandet zu sein: "Marc zu besiegen, aber unterm Strich nur Fünfter zu werden, würde mich nicht zufrieden stimmen. Es ist mir also wichtiger, auf dem Podium zu stehen."

Einschränkungen beim Test am Montag

"Die Meisterschaft ist seit heute wieder offen (lacht; Anm. d. Red.), weil Marc nicht so weit vor uns liegt. Es sind weniger als 100 Punkte", scherzt Rossi. "Nein, ich versuche immer, das Maximum herauszuholen und mich am Fahrer vor mir zu orientieren. Ich liege nicht so weit hinter Dani zurück. Bei den vergangenen Rennen konnte Dani mehr Punkte holen als ich und hat deshalb einen Vorteil. Jorge liegt nicht weit zurück. Marquez hat einen sehr großen Vorsprung."

"Die M1 ist ein sehr gutes Motorrad. Wir arbeiten gut mit dem Team und Jorges Crew zusammen. Wir versuchen stets, das Maximum herauszuholen und das Motorrad zu verbessern. Wir finden immer wieder Verbesserungen. Ich bin mit der Arbeit in der Box sehr zufrieden. Wir steigerten uns von Training zu Training. Im Warmup machten wir eine gute Setupänderung", lobt Rossi. "Deshalb gelang es uns bei den beiden vergangenen Rennen, beide M1 aufs Podium zu bringen. Das ist ein gutes Ergebnis. Wir wollen aber stets die Hondas schlagen. Bisher gelang es ihnen, mit Marc und Dani alle Rennen zu gewinnen."

Nachdem Rossi an Marquez vorbeiging, schaute er auf der Geraden nach hinten. "Ich wollte ein Abreißvisier abziehen. Ich war ziemlich schnell und deshalb war es schwierig, es abzuziehen", stellt der WM-Dritte die merkwürdige Situation klar. Am Montag testet Yamaha in Brünn einige neue Entwicklungen. Doch den Testtag kann Rossi nicht komplett nutzen. Durch die Verletzung muss sich der Italiener auf die wichtigsten Dinge konzentrieren.

"Ich hoffe auf gutes Wetter. Wir haben viele Dinge, die wir probieren müssen. Ich kann nicht viele Runden drehen und muss mich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Ich benötige sicher weitere Spritzen in den Finger. Je mehr Spritzen man sich geben lässt, desto geringer ist die Wirkung. Es ist schade, weil es ein wichtiger Tag sein wird. Doch ich versuche, alles abzuarbeiten", so der "Doktor".

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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