Valentino Rossi und Jorge Lorenzo testen am Montag die 2015er-Yamaha

MotoGP 2014

— 18.08.2014

Brünn-Test: Yamaha mit 2015er-Modell, HRC mit Detaillösungen

Yamaha testet am Montag die M1 für die kommende Saison und deren verbesserten Motor - Honda bringt keine neuen Entwicklungen

Auch nach dem diesjährigen Grand Prix in Tschechien erhalten die MotoGP-Teams in Brünn die Chance, am Montag auf der flüssigen Strecke zu testen. Von 10 bis 18 Uhr können die Fahrer auf die Strecke gehen und neue Teile oder Einstellungen probieren. Im Fokus steht der 2015er-Prototyp von Yamaha. Honda ging mit der 2015er-RC213V bereits nach dem Sachsenring-Rennen beim privaten Brünn-Test auf die Strecke. Yamaha holt den Shakedown der 2015er-M1 am Montag in Brünn nach.

"Wir haben zwei wichtige Dinge, die wir testen möchten. Wir haben den 2015er-Prototyp dabei, den wir zum ersten Mal zeigen werden. Jorge wird das Motorrad am Vormittag fahren, Vale am Nachmittag. Zudem werden wir die 2014er-Bikes mit dem 2015er-Motor ausrüsten. Jeder Fahrer erhält einen Motor", erklärt Yamaha-Teamdirektor Massimo Meregalli. "Ich freue mich, Brünn am Montagabend mit einer klaren Vorstellung für die 2015er-Entwicklung zu verlassen."

Durch die Fingerverletzung, die sich Valentino Rossi am Samstag zuzog, wird der erfahrene Italiener geschwächt in den Testtag gehen. "Ich hoffe auf gutes Wetter. Wir haben viele Dinge, die wir probieren müssen. Ich kann nicht viele Runden drehen und muss mich auf die wichtigen Dinge konzentrieren", schildert Rossi. "Ich benötige sicher weitere Spritzen in den Finger. Je mehr Spritzen man sich geben lässt, desto geringer ist die Wirkung. Es ist schade, weil es ein wichtiger Tag sein wird. Doch ich versuche, alles abzuarbeiten."

Lorenzo erwartet arbeitsreichen Testtag

Teamkollege Jorge Lorenzo, der bei den vergangenen Rennen in Deutschland, Nordamerika und Tschechien vor Rossi landete, erwartet einen arbeitsreichen Testtag: "Ich werde zeitig beginnen und vermutlich etwas eher aufhören, weil ich meinen Flug nicht verpassen darf. Ich versuche, das Testprogramm zu bewältigen. Wir haben viele Dinge, die wir probieren müssen", so der Spanier.

Bei Honda gibt es kaum neue Teile. Die HRC-Piloten testeten bereits beim privaten Test im Juli diverse Updates und das 2015er-Modell. "Ich werde spät beginnen und zeitig aufhören (lacht; Anm. d. Red.)", scherzt Brünn-Sieger Dani Pedrosa. "Ich werde ein paar Details probieren und versuchen, dadurch Verbesserungen für die anstehenden Rennen zu erzielen. Ich möchte mich für die finalen Rennen vorbereiten. Es sind keine großen Änderungen geplant. Ich hoffe, dass wir Fortschritte erzielen können."

Die Satellitenfahrer von Honda und Yamaha erhalten beim Test keine Updates. Deswegen müssen sich die Tech-3-, LCR- und Gresini-Piloten auf neue Einstellungen und Fahrweisen konzentrieren. "Ich denke schon, dass wir in Sachen Basis-Setup was probieren werden", berichtet Honda-Pilot Stefan Bradl, der LCR Ende der Saison verlassen wird. "Ich gehe nicht davon aus, dass ich noch die neuesten Teile von Honda bekommen werde, aber wir schauen, dass wir unser Zeug ordentlich testen können. Mal schauen, wie wir den Tag gestalten."

Detailarbeit bei Tech 3

Bei Tech 3 möchten Bradley Smith und Pol Espargaro an verschiedenen Problemen arbeiten: "Wir werden weiter mit vollem Tank trainieren, um in diese Richtung weiterzuarbeiten", bemerkt Smith. "Wir werden auch an der Front des Motorrades arbeiten, damit ich leichter einlenken kann. Ansonsten geht es um meine Fahrtechnik, denn hier gibt es viele Richtungswechsel. Ich werde am Montag rund 50 Runden fahren können. Zu diesem Zeitpunkt der Saison gibt es keine drastischen Dinge, sondern nur Verfeinerungen."

50 Runden sind beim Test das Maximum, weil einige Teile am Motorrad ihre Laufleistung erreichen werden. Smith möchte den Montag auch nutzen, um seinen Fahrstil zu verfeinern: "Auch Valentinos Stil hat sich in diesem Jahr stark verändert. Daran müssen wir weiterarbeiten. Er und Jorge sind die schnellsten Yamaha-Fahrer", ist sich Smith bewusst. "Wenn man mit der Lederkombi und dem Helm rund 80 Kilo auf die Waage bekommt, sind die Bewegungen auf dem Motorrad sehr wichtig. Ruckartige Bewegungen können die Dämpfer und das Fahrwerk anders belasten."

Teamkollege Pol Espargaro über Test möchte ebenfalls an der Front seiner M1 arbeiten: "Wir wollen auch etwas bei der Vordergabel ausprobieren. Beim Motorrad werden wir kaum etwas testen, denn es liegt an mir. Ich muss an mir arbeiten. An diesem Wochenende habe ich viele Fehler gemacht und war nicht sehr schnell. Ich muss mich verbessern", betont der amtierende Moto2-Weltmeister.

Bruder Aleix Espargaro wird trotz des anstehenden Wechsels zu Suzuki weiter für Forward entwickeln. "Bei den vergangenen Rennen hatten wir mit der Front einige Probleme. Ich konnte nicht so bremsen und einlenken, wie das bei den besseren Rennen der Fall war. Wir haben einige Lösungen, die sich von den bisherigen Einstellungen unterscheiden. Das kann man an einem Rennwochenende nicht testen. Wir werden das am Montag nachholen", berichtet der Spanier, der noch nicht weiß, ob er die überarbeitete Elektronik von Magneti Marelli testen wird: "Davon weiß ich nichts. Wenn es etwas Neues gibt, werde ich es aber sicher probieren", bemerkt er. Und auch ein weiterer Test mit dem Forward-Rahmen ist noch ungewiss: "Es ist nicht geplant, dass ich das Forward-Chassis testen werde."

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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