Leon Camier kommt sehr gut mit der Open-Honda zurecht

MotoGP 2014

— 19.08.2014

Camier: Beim Test schneller als Stammpilot Aoyama

Ersatzpilot Leon Camier fährt trotz Sturz beim Montagstest in Brünn schneller als Hiroshi Aoyama und sammelt weitere Erfahrungen mit der MotoGP-Honda

Bisher übertraf Ersatzpilot Leon Camier die Erwartungen bei Aspar deutlich. Der Ersatz für Nicky Hayden war sowohl in Indy als auch in Brünn konkurrenzfähig und sammelte in Tschechien seinen ersten WM-Punkt in der MotoGP. Bereits in Indy hätte der Brite punkten können, doch ein defekter Sensor beendete das Debüt-Rennen vorzeitig. Am Montag nach dem Brünn-Rennen fuhr Camier beim Test 36 Runden und machte sich mit der Honda RCV1000R vertraut.

Ausgangs der ersten Kurve stürzte Camier und rätselte später, warum er gerade an dieser Stelle eine Bodenprobe sammelte. Ein Erklärungsversuch: "Die Reifen waren gebraucht. Das war mir bewusst. Ich war wohl ein bisschen zu schräg. Ich rutschte und verlor die Kontrolle, als ich über eine Bodenwelle fuhr", berichtet der Ersatzpilot, der in der Tageswertung auf dem 14. Platz landete und auf die schnellste Open-Honda nur etwas mehr als eine halbe Sekunde verlor. "Mir geht es gut. Das Motorrad wurde ein bisschen beschädigt", gibt Camier Entwarnung.

"Wir konnten einige niedrige 1:58er-Runden fahren. Es ist immer gut, schneller als der Teamkollege zu sein. Ich fühlte mich wohl", schildert der ehemalige Superbiker, der noch Raum für Verbesserungen sieht: "Wir müssen besser verstehen, wie wir das Motorrad abbremsen können, ohne die Reifenflanke so stark zu beanspruchen, wie es momentan der Fall ist. Ich muss meinen Stil verändern und die Hinterradbremse intensiver nutzen."

"Es scheint, als ob ich den Reifen beim Bremsen zu sehr belaste und er deshalb zu warm wird. In einem Rennen ist das nicht so gut. Wir müssen die Reifen so wenig wie möglich belasten, damit sie konstant sind", analysiert Camier. "Wir haben im Vergleich zum Rennen mehr Haftung auf der Flanke gefunden. Doch ich muss meinen Stil weiter anpassen."

"Ich konnte meine Rundenzeiten ein bisschen verbessern. Doch um einen weiteren Schritt zu machen, müssen wir uns überall steigern", bemerkt Camier, der noch nicht weiß, ob er auch in Silverstone für Hayden einspringen darf. "Silverstone ist noch nicht bestätigt. Ich weiß nicht, wie die Pläne momentan aussehen", erklärt er. "Ich kenne den Kurs besser und weiß, wo ich mich steigern muss. Doch mit diesem Motorrad ist es anders. Man muss an jede Kurve anders herangehen. Ich denke nicht, dass ich aufs Motorrad springe und es sofort besser läuft. Es ist noch einiges zu tun, daran gibt es keine Zweifel."

Fotoquelle: Honda ProImages

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