Gresini-Pilot Scott Redding würde 2015 gern mit Honda weitermachen

MotoGP 2014

— 19.08.2014

Redding will eine Factory-Honda, egal in welchem Team

Durch die finanziellen Probleme von Fausto Gresini muss Scott Redding Alternativen suchen: Noch möchte der Brite nicht an Ducati oder Yamaha denken

Scott Reddings Planung gerät durch die Turbulenzen bei Fausto Gresinis Team momentan etwas durcheinander. Der Brite wechselte Ende 2013 zu Gresini, pilotiert in der laufenden Saison die Open-Maschine und sollte in seiner zweiten Saison die Factory-Maschine von Alvaro Bautista übernehmen. Doch momentan ist fraglich, ob sich Gresini in der kommenden Saison überhaupt noch eine Factory-Maschine von Honda leisten kann, da der momentane Hauptsponsor vermutlich nach der Saison 2015 das Engagement beenden wird.

Moto2-Vizeweltmeiste Redding betonte mehrfach, dass er 2015 nur auf einer Factory-Maschine fahren wird und wurde durch die finanziellen Probleme bei Gresini bereits mit anderen Herstellern in Verbindung gebracht. "Viele Dinge wissen besser Bescheid als ich. Es ist interessant, was die Leute denken, wo ich lande", scherzt er. "Bisher lenkt es mich nicht wirklich ab. Es wäre schön, wenn man bald eine Lösung findet, weil ich momentan etwas in der Luft hänge. Ich weiß, dass Honda gern mit mir weitermachen würde, was sehr gut ist."

"Meine Priorität ist, bei Gresini zu bleiben", betont Redding. "Doch ich wünsche mir für die kommende Saison eine Factory-Maschine und denke, dass ich mittlerweile gut genug bin, eine Factory-Maschine zu fahren. Das ist mein Ziel. Wenn mir das Team kein passendes Motorrad bereitstellen kann, muss ich mich woanders umschauen. Wir müssen versuchen, bei Gresini zu bleiben. Das ist meine Priorität."

"Ich denke momentan an keine anderen Varianten. Doch wenn sich andere Optionen anbieten, müssen wir uns darüber Gedanken machen", stellt der momentan führende Open-Honda-Pilot klar. "Ich würde kein zweites Jahr als Open-Pilot bestreiten. Diese Entscheidung habe ich getroffen. Ich möchte eine Factory-Maschine fahren und würde am liebsten bei Honda bleiben. Ich habe ein Jahr hier verbracht, um das Motorrad zu verstehen. Das ist meine erste Wahl, weil es lange dauert, ein Motorrad richtig zu verstehen. Ich muss irgendwo eine Factory-Honda finden."

Zudem wünscht sich Redding, nicht länger mit Nissin- und Showa-Komponenten fahren zu müssen, auch wenn sich die Japaner bemühen, mit Brembo und Öhlins mitzuhalten. Bei den Rennen und Tests sind stets mehrere Mitarbeiter von Nissin und Showa vor Ort, um die Fahrer zu unterstützen. "Ich habe keine Zweifel, dass sie nicht in der Lage sind, Spitzentechnologien zu liefern. Sie geben ihr Bestes und liefern neue Bremsscheiben, neue Bremssättel, neue Gabeln und so weiter", erklärt Redding.

"Nissin und Showa leisten momentan tolle Arbeit. Doch in der kommenden Saison muss ich das beste Material haben. Versteht mich nicht falsch, ich behaupte nicht, dass die Teile von Nissin und Showa schlechter sind. Doch ich weiß nicht, wie gut das Material von Öhlins und Brembo ist. In diesem Fahrerlager überlegt man nicht lange, wenn man keine Ergebnisse abliefert", ist sich Redding bewusst. "Ich kann das Risiko nicht eingehen, ein weiteres Jahr keine Spitzenergebnisse zu liefern, wie es bei Bautista der Fall ist. Er hatte viele Probleme und stürzte oft. Das kann an den Federelementen und den Bremsen liegen. Man weiß es nicht."

Fotoquelle: Gresini

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