Routinier Valentino Rossi konnte Marc Marquez in Brünn hinter sich lassen

MotoGP 2014

— 20.08.2014

Rossi noch lange nicht MotoGP-müde: "Genieße dieses Leben"

Der Publikumsliebling bekennt sich zu seiner Tätigkeit und möchte die deutlich jüngeren Piloten noch eine Weile herausfordern

Seit der Saison 1996 ist Valentino Rossi Stammpilot in der Motorrad-Weltmeisterschaft. Bei bisher 305 Grand Prix stand Rossi bisher 190 Mal auf dem Podium und holte 106 Siege. Vor dem Sachsenring-Rennen verlängerte der Italiener seinen Vertrag im Yamaha-Werksteam um zwei weitere Jahre und wird der MotoGP somit mindestens bis Ende 2016 erhalten bleiben. Dann ist Rossi bereits 37 Jahre alt. Durch Colin Edwards' vorgezogenes Karriereende ist der "Doktor" der älteste Pilot im Feld. Doch darin sieht er überhaupt kein Problem.

"Sicher war es anders, als ich vor zehn Jahren 25 Jahre alt war. Doch in den vergangenen Jahren habe ich mich nicht soviel anders gefühlt", stellt Rossi im Gespräch mit 'MotoGP.com' klar. "Ich denke, wenn man körperlich fit ist, hart trainiert und vor allem die richtige Motivation hat, dann kann man in unserem Sport einige Jahre an der Spitze sein. Zudem ist es wahr, dass man einige Vorteile hat: Man ist erfahrender und weiß besser, wie man in einem Rennen die Ruhe bewahrt. Man weiß, dass sich in einem Rennen alles ändern kann."

Seit den Wintertests ist Rossi wieder näher an der Spitze dran. In seiner Yamaha-Comeback-Saison tat sich der neunmalige Weltmeister schwer, mit den drei führenden Spaniern - Marc Marquez, Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa - mitzuhalten. Doch der Wechsel des Crewchiefs und ein neuer Fahrstil haben Rossi nach vorn gebracht. Teamkollege Lorenzo muss sich in der laufenden Saison deutlich mehr anstrengen, bester Yamaha-Pilot zu sein. Momentan liegt der Spanier in der Meisterschaft hinter Rossi.

"Ende des vergangenen Jahres war ich ein bisschen frustriert, weil ich mein Tempo nicht steigern konnte, damit ich in jedem Rennen ums Podium kämpfen kann", blickt Rossi zurück. "Ich entschied mich dazu, etwas zu ändern. Es war riskant, doch ich bin zufrieden, weil ich dieses Jahr mehr genießen kann. Ich war stärker und konkurrenzfähiger. Vor allem in den Rennen war ich schneller."

"Ich habe aber noch viel Arbeit vor mir, weil das Niveau so hoch ist. Vor allem Marquez, aber auch Lorenzo und Pedrosa sind sehr schnell", ist sich der ehemalige Ducati-Pilot bewusst. "Ich genieße die Arbeit und dieses Leben sehr. Ich möchte dazugehören. Man darf nicht zu sehr an die Vergangenheit denken. Ich kann mich glücklich schätzen, eine tolle Karriere gehabt und viel erreicht zu haben. Doch wenn man Teil des Spiels sein möchte, dann muss man an die Zukunft denken. Ich möchte weitermachen und habe deshalb für zwei weitere Jahre unterschrieben."

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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