Cal Crutchlow und Scott Redding haben sich in der MotoGP etabliert

MotoGP 2014

— 22.08.2014

Redding: Werden Briten aus politischen Gründen gefördert?

In den vergangenen Jahren stieg die Anzahl der Briten in der MotoGP: Moto2-Vizeweltmeister Scott Redding sucht nach den Hintergründen

Fahrer aus Großbritannien taten sich viele Jahre schwer, einen nachhaltigen Eindruck in der MotoGP zu hinterlassen. Doch in den vergangenen Jahren fanden immer mehr Briten den Weg in die Königsklasse. Beim Rennen in Brünn gingen fünf Fahrer aus dem Vereinigten Königreich an den Start. Ganz anders sieht es aus Sicht der US-Fans aus: Durch Nicky Haydens Verletzung und Colin Edwards' vorgezogenes Karriereende ging in Tschechien kein Nordamerikaner an den Start.

"Ich habe das Gefühl, dass sie englische Piloten aus politischen Gründen fördern", grübelt Gresini-Pilot Scott Redding, der in Brünn einer der fünf Briten war. "Denn bevor der erste englische Fahrer es in die MotoGP schaffte, gab es quasi keine Möglichkeit. Jetzt ist es fast so, als würden sie sie gezielt hereinbringen. Ich, Bradley, Cal, Camier, Laverty - es scheint in den vergangenen Jahren einfacher geworden zu sein."

"Bradley und ich haben den gleichen Weg über die Spanische Meisterschaft genommen. Danny Webb hat es nicht weiter geschafft, Danny Kent ist allerdings auch durchgekommen. Wir haben viele britische Fahrer, die auf ihrem Weg nach oben sind", berichtet der Moto2-Vizeweltmeister der vergangenen Saison. "Wir kamen alle zusammen nach oben und jetzt ist es wie viele Blumen, die gleichzeitig aufblühen."

Umso mehr Fahrer einer Nation vertreten sind, desto schwieriger ist es für den einzelnen, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Das weiß auch Redding: "Das Wichtigste ist immer, deinen Teamkollegen zu schlagen. Danach geht es dann darum, der stärkste Fahrer deines Landes zu sein. Wenn du gegen einen Briten fährst, dann ist das zwar nicht anders, aber du weißt, wenn du hier nur Zweiter wirst, dann bist die zum Beispiel auch in den Medien nur zweite Wahl."

"Letztendlich gehst du aber immer auf die Strecke, um zu gewinnen. Es spielt keine Rolle, ob die anderen Engländer, Spanier, Japaner, Italiener oder sonst etwas sind. In der Lederkombi sind alle gleich", erklärt der Honda-Pilot, der hinter Smith momentan bester Brite der Meisterschaft ist.

Fotoquelle: FGlaenzel

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