Ducati möchte die Bauweise des Desmosedici-Motors nicht ändern

MotoGP 2014

— 26.08.2014

Ducati: 2015er-Motor wird kompakter

Obwohl Ducati auch in der kommenden Saison am 90-Grad-V4-Motor festhält, soll das neue Aggregat mehr Freiheiten bei der Gewichtsverteilung bieten

Seitdem Ducati in der MotoGP an den Start geht, kommt ein 90-Grad-V4-Motor mit desmodromischer Ventilsteuerung zum Einsatz. Damit bekennt sich Ducati zu den Serienmodellen, die ebenfalls auf rechtwinklige V-Motoren mit Desmodromik setzen. Durch die durchwachsenen Ergebnisse in der Vergangenheit wurde die Motorenbauweise aber in Frage gestellt. Der Desmosedici-Motor zählt nicht gerade zu den kompaktesten Triebwerken im Feld. Dadurch ergeben sich nur wenig Möglichkeiten bei der Platzierung und somit beschränkte Freiheiten bei der Gewichtsverteilung.

Dennoch möchte Ducati am Konzept festhalten. "Die GP15 wird eine komplett neue Maschine, die einen neuen Motor erhält. Es wird aber nach wie vor ein V4-Motor mit 90 Grad Zylinderwinkel sein, der auf Desmodromik setzt", erklärt MotoGP-Projektleiter Paolo Ciabatti im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Er wird aber deutlich kompakter sein, damit wir mehr Freiheiten haben, den Motor im Rahmen zu platzieren. Dieses Motorrad wird beim ersten Sepang-Test debütieren."

Die GP15 wird die erste MotoGP-Ducati sein, die aus der Feder von Rennleiter Luigi Dall'Igna stammt. Beim diesjährigen Modell fehlte dem kreativen Kopf die nötige Zeit. "Die GP14 war bereits fertig, als Gigi dazu kam", bestätigt Ciabatti. "Er brachte aber neue Ideen ein, die wir beim Motorrad anwenden konnten. Wir entschieden uns Ende Februar, in der Open-Kategorie an den Start zu gehen und konnten deshalb während der Saison weiterentwickeln."

Ducatis Wechsel zum Open-Format sorgte vor dem Saisonstart für reichlich Wirbel. Doch der Schritt war unumgänglich. "Die bestehenden Factory-Regeln sind gut für Hersteller, die über ein sehr konkurrenzfähiges Paket verfügen. Man darf beim Motor im Laufe der Saison überhaupt keine Entwicklung betreiben", kritisiert Ciabatti, der Dall'Ignas Entscheidung unterstützte.

Beim Rennwochenende in Aragon soll eine neue Motor-Spezifikation debütieren, von der sich die Verantwortlichen bei Ducati weitere Fortschritte erhoffen. Das erklärte Ziel ist nicht, dem V4-Motor mehr Leistung zu entlocken. Bei der Spitzenleistung muss sich Ducati nicht verstecken. Oberstes Ziel der Italiener ist eine sanftere Leistungsabgabe. Seit Ducatis MotoGP-Debüt versuchen die Ingenieure, dem leistungsstarken Aggregat eine weichere Gasannahme zu spendieren.

Fotoquelle: Ducati

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