Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso ist momentan WM-Fünfter

MotoGP 2014

— 26.08.2014

Ciabatti: "Dovizioso auf dem Höhepunkt seiner Karriere"

Der Ducati-MotoGP-Projektleiter spricht über die Werksfahrer der Saison 2015 und hofft darauf, dass sich Dovizioso und Iannone gegenseitig antreiben werden

Cal Crutchlows Zeit bei Ducati endet nach nur einem Jahr. Der Brite macht im Werksteam Platz für Andrea Iannone und verabschiedet sich von den Italienern. Iannone wird zusammen mit Landsmann Andrea Dovizioso für das Ducati-Werksteam fahren. Die Italiener versprechen sich viel von der komplett neu entwickelten GP15, die im Winter beim Sepang-Test debütieren soll.

"Wir haben zwei starke Andreas. Iannone ist konstant schneller geworden", bemerkt Ducati-MotoGP-Projektleiter Paolo Ciabatti im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Beide fuhren bereits im vergangenen Jahr für Ducati. Die GP13 war ein schwierig zu fahrendes Motorrad. Sie gewöhnten sich daran und spürten die Verbesserungen der GP14. Die GP14 ist ein Fortschritt."

"Ich denke, Dovizioso befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Er ist noch jung, hat aber sehr viel Erfahrung und ist sehr präzise. Er ist sehr schnell und hat die Zuversicht, dass das Projekt auf dem richtigen Weg ist. Wenn man dieses Bewusstsein hat, dann kann man auf der Strecke 100 Prozent geben", erklärt Ciabatti. "Bei Iannone gibt es einen ähnlichen Hintergrund. Die GP13 war die erste MotoGP-Maschine, die er fuhr. Er hatte eine schwierige Saison und einige Verletzungen. Doch in diesem Jahr konnte er Verbesserungen ausmachen."

"Es ist lange her, dass zwei Italiener für Ducati fuhren", hält der MotoGP-Projektleiter fest. Doch außer der Nationalität haben Dovizioso und Iannone nur wenig gemeinsam. "Die beiden Andreas sind vom Charakter her sehr unterschiedlich", bestätigt Ciabatti. "Dovizioso ist ein bisschen introvertierter und erinnert sich an alles. Iannone ist jünger und komplett anders. Er ist eine schillernde Persönlichkeit. Ich bin überzeugt, dass keiner der beiden hinter dem Teamkollegen sein möchte."

In der laufenden Saison gelang es Crutchlow nur selten, auf dem Niveau von Dovizioso und Iannone zu fahren. Der ehemalige Tech-3-Pilot konnte die beiden Markenkollegen nicht unter Druck setzen. "Wir hatten große Erwartungen und sind sicher genauso enttäuscht wie Cal. Die Chemie stimmte einfach nicht", hält Ciabatti fest. "Cal fühlt sich sehr wohl im Team und ist mit seinen Mechanikern sehr zufrieden."

"Doch aus irgendeinem Grund ist es für ihn sehr schwierig, seinen Fahrstil an die Ducati anzupassen. Ich denke, er wird bei den finalen Rennen schneller sein. Doch er hat sich bereits entschieden, dass er es bei einem anderen Hersteller in einem anderen Team probieren möchte. Wir haben eine für beide Seiten akzeptable Lösung gefunden", berichtet der Ducati-Mitarbeiter.

Fotoquelle: FGlaenzel

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