Zwischen Jorge Lorenzo und Marc Marquez wurde es sehr eng (Archivbild)

MotoGP 2014

— 30.08.2014

Beinahe-Crash: Was Marquez und Lorenzo zu sagen haben

Im dritten Freien Training kann Marc Marquez dem langsam fahrenden Jorge Lorenzo nur mit Mühe ausweichen: Nach dem Qualifying schildern beide ihre Sicht der Dinge

Im dritten Freien Training zum Grand Prix von Großbritannien in Silverstone kam es zu einem merkwürdigen Zwischenfall, bei dem Jorge Lorenzo und Marc Marquez die Hauptrollen spielten. Lorenzo verlangsamte das Tempo, da ihm vorher ein Fehler unterlief und fuhr innen auf dem Randstein. Marquez näherte sich der Werks-Yamaha mit hohem Tempo und blieb auf der Ideallinie. In letzter Sekunde ging der 21-Jährige vom Gas und richtete seine Honda RC213V auf.

Der Vorfall erinnerte an die kontroversen Manöver, die sich Marquez in der Moto2 leistete. In der Saison 2011 fuhr der ehemalige Suter-Pilot beim Rennwochenende in Australien Konkurrent Ratthapark Wilairot nahezu ungebremst ins Heck und verursachte einen heftigen Unfall. In seiner Weltmeister-Saison kam es in Motegi und Valencia zu unnötigen Kollisionen.

Doch im Gegensatz zu den drei Vorfällen aus Marquez' Moto2-Zeit konnte am Samstagvormittag in Silverstone Schlimmeres vermieden werden. Marquez schildert seine Sichtweise: "Nach meinem Sturz ging ich wieder auf eine schnelle Runde. Ich pushte und sah, dass Jorge das Tempo verringerte. Ich war bereits am Bremspunkt und dachte, dass er noch langsamer fährt."

"Er war innen und konnte nicht weiter nach innen fahren. Ich versuchte, meine normale Linie zu fahren. Als ich erkannte, dass es zu eng wird, ging ich vom Gas, weil die Runde ohnehin schon verloren war", so der Honda-Werkspilot. "Ich bin vom Gas gegangen, weil ich in einer Kurve einen Fehler machte", berichtet Lorenzo. "Deswegen opferte ich die Runde. Es ist schwierig, langsam zu fahren und dabei die anderen Fahrer nicht zu behindern. An einigen Stellen kreuzen sich die Linien."

"Die einzige Möglichkeit war, in dieser Kurve innen über den Randstein zu fahren. Doch Marc sah mich offensichtlich erst kurz vorher. Vermutlich hat er mich aus der Ferne nicht richtig wahrgenommen", schildert der Yamaha-Werkspilot. "Ich hatte den Eindruck, dass er überrascht war. Ich wollte vermeiden, die anderen Fahrer zu behindern. Innen über den Randstein zu fahren, war meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit." Moto3-Vizeweltmeister Alex Rins bewertet den Vorfall nicht über: "In der Moto3 ist das Normalität", hält der Estrella-Galicia-Pilot fest und sorgte mit dieser Aussage in der Pressekonferenz für einen Lacher.

Fotoquelle: Repsol

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