MotoGP in Silverstone: Freitag

MotoGP 2014

— 31.08.2014

Dovizioso: Aufwärtstrend hält in Silverstone an

Der Ducati-Pilot verliert in Silverstone weniger als zehn Sekunden auf den Sieger und kämpft bis zum Ende des Rennens mit Valentino Rossi und Dani Pedrosa

Die Performance von Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso beim Rennen in Silverstone dürfte die meisten Kollegen überrascht haben. Im Gegensatz zu den vergangenen Rennen konnte "Dovi" sein Tempo bis zum Rennende halten und sich in der Verfolgergruppe behaupten. Schlussendlich unterlag er Valentino Rossi und Dani Pedrosa im Kampf um Platz drei, war mit dem geringen Rückstand auf Sieger Marc Marquez aber sehr zufrieden.

"Das Rennen verlief sehr positiv. Wir sind mit unserer Leistung sehr zufrieden. Wir konnten mit Valentino und Pedrosa mithalten und hatten weniger als zehn Sekunden Rückstand auf den Sieger. Wir erwarteten nicht, dass wir weniger als zehn Sekunden Rückstand haben", berichtet der WM-Fünfte nach dem Grand Prix von Großbritannien. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis."

"Ich habe sehr hart gepusht. An einigen Stellen war ich schneller als Valentino und Dani. Dadurch konnte ich den Anschluss halten. In einigen Kurven verlor ich viel Zeit. Dadurch konnte ich in den finalen Runden nicht mit ihnen ums Podium kämpfen. Wenn wir diesen Kampf gewonnen hätten, wäre es ein perfekter Tag gewesen. Doch das war etwas außer Reichweite", gesteht der Ducati-Pilot ehrlich.

"Wir sind unterm Strich noch nicht gut genug, damit wir an der Spitze kämpfen können. Marc und Jorge haben hart gepusht und das Potenzial voll ausgeschöpft. Das Niveau ist sehr hoch. Man muss in allen Bereichen stark sein. Das trifft auf uns noch nicht zu", bremst Dovizioso die Erwartungen. Das Ergebnis beim Rennen in Silverstone schiebt er zum Teil auch auf die eigenwillige Charakteristik der Strecke.

"Es ist ein merkwürdiger Kurs. Nicht alle Spitzenfahrer sind hier schnell. In Misano müssen wir den Rückstand bestätigen. Wir müssen aber realistisch sein", fordert er. "Es gab einige Gründe, warum ich bis zum Ende mit Valentino und Pedrosa kämpfen konnte. Sie hatten kein optimales Gefühl für die Strecke. Ich war an einigen Stellen besser und konnte dadurch die Zeit gutmachen, die ich an einigen Stellen durch den fehlenden mechanischen Grip verlor."

"In einigen Kurven hatte ich große Probleme. Meine Traktion war nicht gut. Wir konnten durch die Elektronik die Bremsstabilität und die Beschleunigung minimal verbessern", erklärt der Ducati-Pilot. "Zur Rennhalbzeit realisierten Valentino und Dani, dass sie den Rückstand nicht aufholen können. Dadurch haben sie etwas Tempo rausgenommen. Ihnen fehlte ein Plan, um die beiden Führenden einzuholen. Sie waren vorher am Limit."

"Ich beobachte mehrfach, wie Valentino beinahe die Front verlor. Das war auch bei Dani so. Ich denke, sie wollten einen Sturz vermeiden. Es gab keinen Grund für sie, über das Limit zu gehen", analysiert Dovizioso, der den Ducati-Fans wieder Mut macht. Auch Ducati-Rennleiter Luigi Dall'Igna zieht ein positives Fazit: "Wir sind mit dem Erreichten an diesem Wochenende sehr zufrieden. Es war unser Ziel, weniger als zehn Sekunden auf den Sieger zu verlieren. Das gelang uns heute und schenkt uns Motivation, weiterhin hart zu arbeiten. Wir sind noch nicht gut genug für Siege, doch wir konnten den Rückstand zu den Führenden verringern."

Fotoquelle: Ducati

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