Im nächsten Jahr will Scott Redding unbedingt eine Honda RC213V

MotoGP 2014

— 01.09.2014

Marc VDS arbeitet an MotoGP-Projekt für Redding

Wo fährt Scott Redding im kommenden Jahr eine Factory-Honda? - Marc VDS könnte für den Briten ein eigenes MotoGP-Team auf die Beine stellen

Der Brite Scott Redding setzte sich bei seinem Heimrennen in Silverstone mit der Open-Honda einmal mehr in Szene und belegte den zehnten Platz. Offen ist allerdings, wie es mit dem Rookie im kommenden Jahr weitergehen wird. Vertraglich ist ihm eine Honda RC213V zugesagt, also praktisch das Motorrad seines derzeitigen Teamkollegen Alvaro Bautista. Allerdings ist seit einigen Wochen offen, wie es mit dem Gresini-Team generell weitergehen wird. Derzeit sagen die Gerüchte, dass sich Fausto Gresini von Honda verabschieden und stattdessen das neue Aprilia-Einsatzteam werden wird.

Aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten soll der Ex-Rennfahrer zu diesem Schritt gezwungen werden. Für Aprilia sollen Bautista und Marco Melandri fahren. Offiziell entschieden ist aber noch nichts. Es stellt sich dennoch die Frage, in welchem Team Redding im kommenden Jahr die Honda RC213V fahren wird. Sein Manager Michael Bartholemy arbeitet derzeit daran, die Finanzierung auf die Beine zu stellen, damit Marc VDS in der MotoGP als Einsatzteam für Redding fungieren kann.

"Seit Brünn wissen wir, dass Fausto für die kommende Saison in einer schwierigen Situation ist", wird Bartholemy von 'Bikesportnews.com' zitiert. "Einige Tage später hat uns Honda das Motorrad angeboten, das Scott für die nächsten zwei Jahre vertraglich zugesichert ist. Sie müssen einen Platz finden, um dieses Motorrad einsetzen zu können. Sie haben natürlich auch mit bestehenden Teams gesprochen, aber es ist für sie nicht einfach. Deshalb haben wir eine Woche nach Brünn ein finanzielles Angebot für dieses Motorrad bekommen."

Die Situation zeigt, wie schnell sich die Dinge in der Motorrad-WM verändern können. Auf dem Papier sah für Redding alles gut aus: In seiner Rookie-Saison konnte er ohne Druck auf der Open-Honda lernen und im zweiten Jahr auf die Factory-Maschine umsteigen. Gresini ist ein etabliertes Team. 2003, 2004 und 2005 wurden Sete Gibernau beziehungsweise Marco Melandri Vizeweltmeister. Nun steht für Redding das Konstrukt auf der Kippe.

In Silverstone äußerte sich der Brite diplomatisch, unterstreicht aber seine Forderung nach einer RC213V. "Meine Priorität ist es, hier bei Gresini zu bleiben, weil wir gute Arbeit leisten. Ich glaube, dass wir auch im kommenden Jahr gute Arbeit leisten werden. Trotzdem ist meine Priorität Nummer eins ein Factory-Bike. Sollten sie mir das nicht geben können, muss ich andere Möglichkeiten in Betracht ziehen", so Redding. "Ich muss meine Karriere fortsetzen und Podestplätze schaffen."

"Es wäre schön, wenn ich hierbleiben kann, denn es ist ein gutes Team und sie haben mich das ganze Jahr unterstützt." Ein Umstieg auf die Aprilia kann sich Redding derzeit nicht vorstellen. Im kommenden Jahr werden die Italiener eine modifizierte ART einsetzen. Für 2016 wird ein komplett neuer Prototyp entwickelt.

Entscheidung bis Misano?

Aprilia steht vor einer langen Entwicklungsphase. Deshalb glaubt Redding nicht, dass er sich auf dieses Abenteuer einlassen wird: "Wahrscheinlich nicht. Es ist zwar ein Werksmotorrad, aber nicht konkurrenzfähig. Sollte es die letzte Möglichkeit sein, dann muss ich darüber nachdenken, aber meine Priorität ist eine Factory-Honda."

Nun liegt es an Bartholemy, die Finanzierung für ein mögliches eigenes Team für Redding auf die Beine zu stellen. "Marc (van der Straten; Anm. d. Red.) stellt eine recht große Summe für dieses Projekt zur Verfügung", erläutert Bartholemy bei 'Bikesportnews.com'. "Das ist sehr schön, denn es ist schwierig, diese Summen in kurzer Zeit bereitzustellen. Aber wir haben noch nicht das komplette Budget beisammen." Der Verbleib in der Moto2 ist fix. Als neues Talent für die Zukunft wurde Alex Marquez für zwei Jahre verpflichtet. In den nächsten zwei Wochen soll bei Marc VDS die Entscheidung über das MotoGP-Projekt fallen.

Fotoquelle: Gresini

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