Dani Pedrosa tut sich schwer, seinen Teamkollegen hinter sich zu lassen

MotoGP 2014

— 02.09.2014

Leitner: Marquez und Pedrosa verwenden ähnliche Setups

Dani Pedrosas Crewchief spricht über die Kommunikation in der HRC-Box und erklärt, dass Pedrosa versucht, sich am Fahrstil von Marc Marquez zu orientieren

Honda ist in der laufenden Saison bisher ungeschlagen. Marc Marquez gewann mit Ausnahme des Tschechien-Grand-Prix jedes Rennen und ist auf dem besten Wege, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen. Teamkollege Dani Pedrosa hingegen tat sich oft schwer, die Leistungen des übermächtig wirkenden Marquez zu erreichen. In der zweiten Saisonhälfte verpasste er bei den Rennen in Indy und Silverstone sogar das Podium.

"Momentan macht Marc im Vergleich zu den anderen Fahrern etwas anders - vor allem am Kurveneingang. Das erkennt man anhand der Daten und Einstellungen", bemerkt Pedrosas Crewchief Mike Leitner im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Er fährt am Kurveneingang quer. Sein Fahrstil ging seit seinen Anfängen in diese Richtung. Aber auch die anderen Fahrer haben ihre Stärken. Momentan läuft es bei ihm, daran gibt es keine Frage."

Die Daten werden unter den Honda-Werkspiloten getauscht. Doch auf bessere Setup ist die Dominanz laut Leitner nicht zurückzuführen: "In der Vergangenheit verwendeten beide Fahrer ähnliche Setups. Marc verwendete auch hin und wieder Setups von uns. Doch das Setup ist nur ein Punkt. Wichtiger ist, das Motorrad so zu fahren, wie es das Setup verlangt. Diesbezüglich erkennt man zwischen den Fahrern einige Unterschiede", betont er.

Valentino Rossi studierte über den Winter intensiv Marquez' Fahrstil. Doch auch Pedrosa nahm sich am Weltmeister ein Beispiel, auch wenn man das nur schwer erkennt. "Diese feinen Details erkennt man von außen nicht", begründet Leitner. Der erfahrene Crewchief möchte die momentan herrschende Dominanz nicht überbewerten. Stattdessen spricht Leitner nur von einem kleinen Vorsprung, den Marquez im Moment hat.

"Bei Valentino, Lorenzo, Dani und Marc sprechen wir über die besten MotoGP-Piloten der Welt. Sie haben sich etabliert. Nun gibt es einen Fahrer, der einen gewissen Vorsprung hat. Doch das heißt nicht, dass die anderen Fahrer schlecht sind. Es ist ein enger Wettbewerb. Jeder versucht, sich etwas anzupassen", stellt der HRC-Mitarbeiter klar, der betont, dass Marquez nicht immer mit einem optimalen Setup auf die Strecke geht.

"Unterm Strich arbeiten beide Crews für Honda. Auf der einen Seit ist die Crew von Marc Marquez, auf der anderen Seite die von Dani Pedrosa. Es war immer so - auch als wir die erfolgreichere Seite waren -, dass die eine Seite immer die Infos der anderen Seite erhält. Es ist nicht immer so, dass der beste Fahrer die besten Setup-Ideen hat. Das ist keine Voraussetzung", unterstreicht Leitner. "Manchmal findet selbst ein Testfahrer in Japan eine hilfreiche Einstellung, obwohl er eineinhalb Sekunden langsamer ist. Jeder berichtet an Honda und beide Seiten können auf alle Infos zurückgreifen."

Fotoquelle: Repsol

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