Marquez' RC213V hat deutlich mehr Leistung als Reddings RCV1000R

MotoGP 2014

— 03.09.2014

Suppo über Open-Honda: "Wurde falsch verstanden"

Laut Livio Suppo hat die Honda RCV1000R ihre Zielsetzung übertroffen, dennoch bessert Honda nach und steigert für die Saison 2015 die Leistung

Noch in der Debütsaison der CRT-Bikes gab Honda bekannt, eine Kunden-Maschine zu entwickeln, die interessierte Teams für etwa eine Million Euro kaufen können. Damit bot Honda eine Alternative an, die etwas kostenintensiver als die CRT-Maschinen war, dafür aber deutlich mehr Performance versprach als die getunten Superbikes, die 2012 und 2013 an den Start gingen. Yamaha reagierte auf die Honda-Pläne und entschied sich dazu, M1-Motoren zu verleasen.

Es tobte ein Kampf der Konzepte. Schlussendlich entschieden sich drei Teams dazu, auf das Honda-Angebot zurückzugreifen. Yamaha fand nur ein Kunden-Team und musste den Kompromiss eingehen, auch Chassis-Teile zu liefern. Aspar, Gresini und Cardion statteten insgesamt vier Fahrer mit Honda-Production-Racern aus. Doch bereits bei den Wintertests mussten Nicky Hayden, Scott Redding, Hiroshi Aoyama und Karel Abraham erkennen, dass Hondas Open-Bike die Erwartungen nicht erfüllen kann.

HRC blieb trotz der enttäuschenden Performance der RCV1000R gelassen und besserte das Motorrad nicht nach. Stattdessen machte man Yamaha für das schlechte Ansehen des Production-Racers verantwortlich. Forward erhielt von Yamaha die Tech-3-Bikes aus der Saison 2013 und stattete diese mit der Einheitselektronik und einer eigenen Verkleidung aus. Damit fuhr Aleix Espargaro den Open-Hondas regelmäßig um die Ohren. Mit dem Open-Gedanken hatte Yamahas Vorgehensweise laut HRC nicht viel zu tun.

Nach wie vor verteidigt Honda das Open-Projekt: "Ich habe das Gefühl, dass dieses Motorrad falsch verstanden wurde. Das Ziel war, den Teams für eine vertretbare Menge Geld ein entsprechend konkurrenzfähiges Motorrad zu liefern. Das Motorrad hat dieses Ziel auf jeden Fall erreicht", fasst HRC-Manager Livio Suppo zusammen. "Ein motivierter Fahrer, der pusht, kann sein Potenzial zeigen, in die Top 10 fahren und einige Factory-Bikes hinter sich lassen."

"Wenn man weniger Geld einsetzt, dann kann man kein Motorrad erwarten, mit dem man Rennen gewinnen kann", stellt Suppo im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' klar. "Zu Beginn der Saison wurde das Motorrad heftig kritisiert. Doch unterm Strich ging es darum, den Fahrern eine Chance zu bieten, ihr Potenzial zu demonstrieren. Und ich denke, das haben wir auf jeden Fall hinbekommen."

Dennoch hat Honda eingewilligt, die RCV1000R für die kommende Saison zu verbessern. Das Größte Manko, die fehlende Spitzenleistung, soll durch den Einsatz des RC213V-Motors abgeschafft werden: "Der Plan ist, einen Motor mit pneumatischen Ventilen einzusetzen, aber nach wie vor auf das Seamless-Getriebe zu verzichten. Es wird also ein leistungsstärkeres Motorrad", bestätigt Suppo.

Fotoquelle: Honda ProImages

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