HRC-Manager Livio Suppo steht voll und ganz hinter Dani Pedrosa

MotoGP 2014

— 04.09.2014

Suppo: "Dani hat seinen Platz verdient"

HRC-Manager Livio Suppo verteidigt die Entscheidung, Dani Pedrosas Vertrag bis 2016 zu verlängern - Seiner Meinung nach gibt es kaum bessere MotoGP-Piloten

Honda konnte in diesem Sommer nicht nur Weltmeister Marc Marquez bis 2016 an sich binden, auch Dani Pedrosa erhielt einen neuen Zweijahresvertrag. Obwohl der Spanier gegen seinen Landsmann in diesem Jahr bisher fast durchgehend chancenlos war, ist HRC-Manager Livio Suppo davon überzeugt, dass Pedrosa sich seinen neuen Vertrag absolut verdient hat.

"Es lässt sich einfach sagen, dass Dani in den vielen Jahren nie den Titel gewinnen konnte. Sicher ist das wahr", erklärt Suppo im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' und ergänzt: "Andererseits muss man die Frage stellen, wie viele Fahrer in diesem Zeitraum besser waren. Man wird feststellen, dass dafür nicht viele Fahrer in Frage kommen."

"Einige davon sind nicht mehr aktiv, wie Casey (Stoner; Anm. d. Red.). Andere kommen nicht mehr in Frage, wie Valentino (Rossi), der bereits für das Team fuhr, aber nicht mehr für uns in Frage kommt." Außerdem war Pedrosa 2014 bisher der einzige Pilot, der Marquez überhaupt schlagen konnte. Als sein Teamkollege in Brünn Probleme hatte, war Pedrosa zur Stelle und schnappte sich den Sieg.

"Man kann darüber streiten, aber ich bin fest überzeugt, dass Dani diesen Platz verdient", stellt Suppo daher fest und ergänzt: "Er ist einer der wenigen Fahrer, die in jeder Saison Rennen gewinnen können. Er kämpft seit 2006 um die Meisterschaft. Zudem kommt er sehr gut mit Marc zurecht, was sehr wichtig ist. Auf diesem Niveau ist es sehr wichtig, wenn es um die Entwicklung der Maschine geht, dass sich die beiden Fahrer gut verstehen. Wenn sich die Fahrer hassen, dann wird es deutlich schwieriger."

"Man muss sich nur an das Rennen in Aragon vor einem Jahr erinnern. Dann stellt man fest, wie wichtig es ist, dass die Beziehung zwischen den beiden Fahrern von großer Bedeutung ist. Wenn sich die Fahrer nicht gut verstehen, hat man ein großes Problem. Solche Situationen sind aber unvermeidbar." Damals war Pedrosa nach einer Berührung mit Marquez gestürzt.

"Bei Yamaha ist es ähnlich", erklärt Suppo: "Jorge (Lorenzo) und Vale verstehen sich gut. Sie können ohne Stress gegeneinander kämpfen. 2009 und 2010 war die Situation zwischen den beiden zu angespannt." 2009 konnte Rossi Lorenzo im WM-Kampf besiegen, ein Jahr später hatte dann der Spanier die Nase vorne.

Außerdem erklärt Suppo, dass Pedrosa seine guten Ergebnisse nicht alleine seinem Motorrad zu verdenken habe und man nicht einfach einen anderen Fahrer auf die RC213V setzten könne, der dann die gleichen Resultate einfahren würde: "In der Formel 1 ist das Auto wichtiger als das Motorrad in der MotoGP. Dadurch hat das Team mehr Macht. Das Auto ist wichtiger als der Fahrer. Hier ist es anders. Hier machen die Fahrer den Unterschied."

Fotoquelle: FGlaenzel

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