Jack Miller wird für die Saison 2015 mit LCR-Honda in Verbindung gebracht

MotoGP 2014

— 06.09.2014

Ex-Teamchef befürwortet Millers MotoGP-Pläne

Dirk Heidolf kennt Jack Miller aus der vergangenen Moto3-Saison sehr gut und sieht dessen MotoGP-Pläne nicht so kritisch wie die Piloten aus der Königsklasse

Seit einigen Wochen deutet sich an, dass Moto3-WM-Leader Jack Miller in der kommenden Saison in die MotoGP aufsteigt. Der Australier brach überraschend den Kontakt zu Marc VDS ab und nahm damit in Kauf, sich wegen Vertragsbruch verantworten zu müssen. Miller wird mit einem langjährigen MotoGP-Deal in Verbindung gebracht. Der KTM-Werkspilot zählt zu den größten Talenten im MotoGP-Paddock.

Doch trotz des Talents sehen die meisten MotoGP-Piloten den direkten Aufstieg kritisch. Valentino Rossi, Marc Marquez und Co. stellen sich die Frage, warum Miller nicht erst in der Moto2 Erfahrungen sammelt. Der Wechsel von der 55 PS starken Moto3-KTM zur 250 PS starken MotoGP-Honda wird von vielen Experten als zu groß eingestuft. Ex-Teamchef Dirk Heidolf hingegen traut Miller den Aufstieg in die MotoGP zu.

"Jeder soll den Schritt machen, den er für sich persönlich als sinnvoll einstuft. Das ist ein wichtiger Punkt. Warum sollte es nicht möglich sein, eine Klasse zu überspringen, wenn er einen Drei- oder Vierjahresvertrag angeboten bekommt? Ich denke, Jack ist eines der größten Talente", erklärt der Racing-Team-Germany-Teamchef im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

"Sicher wird er ein Lernjahr benötigen. Das muss man ihm zugestehen. Er muss ohne Druck fahren. Aber früher oder später wird er Erfolge feiern, sofern er sich nicht verletzt", ist Heidolf überzeugt. In der Saison 2013 fuhr Miller für das RTG eine FTR-Honda, die den führenden KTMs unterlegen war. Dennoch konnte Miller einige Achtungserfolge erzielen. "Ich habe es im vergangenen Jahr beobachtet. Jack verfügt über unglaublich viel Talent", betont Heidolf.

In der Moto3-WM führt Miller die Meisterschaft an. "Wenn Jack die Saison nicht in den Top 3 beendet, ist es für mich eine Enttäuschung", stellt Ex-Teamchef Heidolf klar. "Er kann sich auf die komplette Unterstützung von KTM verlassen und ist bei Aki Ajo Nummer-eins-Fahrer. Normalerweise muss er Weltmeister werden. Daran gibt es nichts zu rütteln. In der laufenden Saison hat er sich aber auch ein paar Fehler geleistet - in Assen und Mugello. Daran erkennt man, dass er auch noch lernen muss. Wenn er die Top 3 verpasst, hätte er auch bei uns bleiben könne (lacht; Anm. d. Red.)", scherzt der RTG-Teamchef.

Fotoquelle: KTM

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