Die 2015er-MotoGP-Maschine wird einige Teile der RSV4 verwenden

MotoGP 2014

— 08.09.2014

Aprilia präsentiert die MotoGP-Comeback-Strategie

Rennleiter Romano Albesiano spricht über die Technologien der 2015er-Maschine und erklärt, wann Aprilia mit der Entwicklung der Neukonstruktion für 2016 beginnt

Im Herbst 2013 verkündete Aprilia-Rennleiter Romano Albesiano sstolz, dass die italienische Marke ab der Saison 2016 wieder werksseitig in der MotoGP vertreten sein wird. Kurz vorher verlor Aprilia Luigi Dall'Igna an Erzfeind Ducati. Sicher auch deswegen wurden die MotoGP-Comeback-Pläne nicht besonders stark beachtet. Doch Aprilia legte nach und spielte öffentlich mit dem Gedanken, das Comeback ein Jahr vorzuziehen.

Eine offizielle Bestätigung steht noch aus, aber es gilt als ziemlich sicher, dass Aprilia in der kommenden Saison mit zwei Fahrern an den Start gehen wird. "Wir hatten bereits entschieden, in der Zukunft dabei zu sein. Eines Tages fragten wir uns: 'Warum warten?'", wird Rennleiter Albesiano von 'Crash.net' zitiert. "Je eher man beginnt, desto schneller ist man konkurrenzfähig."

In der kommenden Saison setzt Aprilia auf die weiterentwickelte ART, die Ioda in der laufenden Saison einsetzt. Damit wird Aprilia aber nicht um Siege kämpfen. "Wir haben akzeptiert, dass wir eine Saison als Entwicklungsjahr, als Übergangsjahr beziehungsweise als eine Saison ohne große Erwartungen ansehen", bemerkt Albesiano. "Als wir das akzeptierten, waren wir der Meinung, dass wir das schaffen und dadurch 2016 besser sind, als wenn wir erst 2016 begonnen hätten."

"Um ehrlich zu sein haben einige Regeländerungen in der Superbike-WM dazu geführt, diese Entscheidung zu treffen", fügt der Aprilia-Verantwortliche hinzu, der kein Freund des neuen Evo-Reglements ist. Ob Aprilia das Superbike-Werksteam weiterhin betreibt, darf momentan in Frage gestellt werden. Stattdessen entwickeln die Italiener einen Motor mit pneumatischer Ventilsteuerung. Und auch ein Seamless-Getriebe soll bereits 2015 zum Einsatz kommen.

Aprilia möchte wie Ducati von der Factory-2-Regel Gebrauch machen. Das heißt, es darf weiterhin die eigene Software verwendet werden, dennoch erhält man die Vorzüge des Open-Formats. "Wir werden unter der Factory-2-Regel antreten und somit unsere eigene Software verwenden. Es wird eine komplett neue Verkleidung geben. Das Motorrad wird ziemlich viele neue Teile verwenden, aber nicht zu 100 Prozent ein reiner Prototyp sein. Zum Beispiel werden wir die Kurbelgehäuse der RSV4 verwenden", erklärt Albesiano.

"Ein Jahr später werden wir dann ein komplett neues Motorrad präsentieren", berichtet er. "Es wird ziemlich schwierig, weil wir während der Saison das 2015er-Motorrad und das 2016er-Motorrad entwickeln müssen. Das 2016er-Bike wird eine komplette Neuentwicklung sein. Wir werden viel Arbeit haben und müssen Prioritäten setzen. Im ersten Teil der Saison werden wir die 2015er-Maschine entwickeln und dann zur Halbzeit die Entwicklung beenden. Dann müssen wir das 2016er-Motorrad voranbringen."

Fotoquelle: Aprilia Racing

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