Mick Doohan glaubt, dass Marc Marquez allen anderen Piloten überlegen ist

MotoGP 2014

— 16.09.2014

Doohan erwartet Marquez-Dominanz in den nächsten Jahren

Marc Marquez wird trotz seines Fehlers in Misano mit Lob überschüttet - Mick Doohan traut dem Spanier in den kommenden Jahren sogar eine totale Dominanz zu

Für Mick Doohan steht der MotoGP-Weltmeister der kommenden Jahre bereits fest: Der fünfmalige Weltmeister glaubt, dass Marc Marquez aktuell einen so großen Vorsprung auf seine Konkurrenten hat, dass diese den Spanier so schnell nicht mehr einholen werden. Auch von anderen Personen aus dem MotoGP-Umfeld erhält der WM-Spitzenreiter eine Menge Lob.

"Marquez hat die Latte in diesem Jahr wirklich angehoben", sagt Doohan im Podcast 'Keeping Track' und ergänzt: "Wenn jemand so gut in Form ist, dann ist es einfach schwierig, die Lücke auf denjenigen zu verkleinern. Die anderen Jungs werden vielleicht schneller, aber die Lücke bleibt gleich. Irgendwann wird sich die Lücke schließen, aber bis dahin könnte es noch einige Jahre dauern."

Doch ist Marquez' Vorsprung wirklich so groß, wie Doohan vermutet? In Brünn kratzten seine Verfolger erstmals in dieser Saison am Thron des Weltmeisters, in Misano stürzte Marquez zuletzt sogar. Zwar hat der Spanier noch immer einen gewaltigen Vorsprung in der Weltmeisterschaft, doch eine Sache haben die beiden Rennen gezeigt: Marquez ist schlagbar.

Doohan ist trotzdem der Meinung: "Für die anderen Jungs ist es schwierig, ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn jemand meine Rekorde schlagen sollte, dann wäre es toll, wenn es jemand schafft, der so liebenswert und charismatisch ist wie er. Er pusht sich selbst jede Woche sehr hart, um noch schneller zu werden." In diesem Jahr schaffte es Marquez als erster Pilot seit Doohan im Jahr 1997, zehn Rennen in Serie zu gewinnen.

Leitner: "Eine neue Dimension"

"Marc hat das Level in der Klasse unwahrscheinlich raufgeschraubt", erklärt auch Dani Pedrosas Crewchief Mike Leitner bei 'ServusTV' und ergänzt: "Er hat noch einmal etwas Neues reingebracht. Langsam stellen sich die Top-Fahrer jetzt darauf ein und es wird in Zukunft ein bisschen enger werden. Aber er hat die Jugend und die Risikobereitschaft auf seiner Seite. Die ist unwahrscheinlich."

"Er ist eine neue Dimension, das muss man so sagen. Man muss wirklich alles in die Waagschale legen, um ihn zu schlagen", erklärt Leitner. Einer, der Marquez bereits schlagen konnte, ist Stefan Bradl. 2011 bezwang der Deutsche den Spanier im Kampf um den Titel in der Moto2. In der MotoGP ist Marquez Bradl allerdings klar enteilt.

"Er hat sich (seit der Moto2; Anm. d. Red.) extrem weiterentwickelt", erklärt Bradl und ergänzt: "Natürlich gehört sein Team im Hintergrund dazu, denn alleine würde er es auch nicht schaffen. Aber er hat ein wahnsinniges Talent und bringt alles auf den Punkt zusammen. Es ist Wahnsinn, wie er das umsetzen kann. Das verdient allerhöchsten Respekt."

Als ein potenzieller Herausforderer für den Spanier gilt Jack Miller, der aktuell die Moto3-WM anführt. "Ich bin nicht einmal nah dran. Das was Marc bisher auf dem Motorrad geleistet hat, ist einfach unglaublich", bremst der Australier selbst allerdings: "Mich jetzt ins gleiche Boot zu setzen, das ist einfach zu viel der Ehre für mich." Doch Vorsprung hin oder her: Spätestens in der Saison 2015 haben seine Verfolger eine neue Chance, denn dann muss auch ein Marc Marquez wieder mit null Punkten starten.

Fotoquelle: Repsol

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