Kalex wird in der kommenden Saison nicht in der MotoGP mitmischen

MotoGP 2014

— 16.09.2014

Kalex: "MotoGP bleibt eine Factory-Klasse"

Kalex-Konstrukteur Alex Baumgärtel bedauert, dass das MotoGP-Projekt nicht realisiert werden konnte, kann die Gründe für das Scheitern aber nachvollziehen

Kalex verfügt spätestens seit der Saison 2013 über das beste Moto2-Bike im Feld. Im Vorjahr gewann der deutsche Hersteller 13 von 17 Rennen. In der laufenden Saison gingen bisher mit Ausnahme der Rennen in Holland und Deutschland alle Siege an Kalex. Doch der große Traum - der Aufstieg in die MotoGP - konnte dennoch nicht realisiert werden.

Bereits im Sommer 2013 wurde spekuliert, ob Marc VDS und Pons zusammen mit Kalex in die Königsklasse aufsteigen. Doch die Teams zögerten. Für 2015 war das MotoGP-Projekt erneut ein Thema. Doch weder Sito Pons noch Marc VDS konnten sich durchringen, mit Kalex den Schritt in die Königsklasse zu wagen. Stattdessen wird Marc VDS Material von Honda leasen.

Kalex-Konstrukteur Alex Baumgärtel bedauert, dass das MotoGP-Projekt nicht realisiert werden konnte: "Wir haben da stark reingepusht, um den Start hinzubekommen, sind da aber natürlich abhängig von den beiden Teams, die wir im Auge hatten: Marc VDS und Pons. Für beide hat es sich zerschlagen und jetzt mit der Situation um Aprilia, Suzuki und in Zukunft KTM bleibt es eine reine Factory-Klasse, wofür ich auch Verständnis habe. Somit ergibt es keinen Sinn", erklärt er im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Und die Moto3 wird zu einer Klasse der großen Werke. KTM wird 2015 keine Kunden mit aktuellem Material beliefern und nur noch die hauseigene Moto3-Maschine voranbringen. Die meisten Kalex-Teams haben sich schon nach Alternativen umgesehen: "Da geht es glaube ich am Ende nur noch um RW. Kiefer schaut nach einer Lösung mit Honda, Öttl bekommt KTM. Aspar wechselt zu Mahindra und stellt sozusagen das Werksteam. Somit geht es final nur noch um RW und da habe ich keine Ahnung, wie es weitergeht", berichtet Baumgärtel.

Teams, die auch in der kommenden Saison mit Kalex zusammenarbeiten möchten, müssen nicht zwangsläufig wechseln. Kalex hat noch ausreichend Teile vorrätig, um die Teams auszurüsten: "Klar, wir haben noch auf Lager. Das wäre unproblematisch. Von daher müssen wir abwarten, was da wirklich kommt", bemerkt Baumgärtel abschließend.

Fotoquelle: Repsol

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