Wird Grand-Prix-Sieger Hector Barbera in der MotoGP unter Wert geschlagen?

MotoGP 2014

— 16.09.2014

Barbera: So gut wie Lorenzo und Dovizioso?

Zu Zweitaktzeiten kämpfte Hector Barbera oft um die Meisterschaft, doch in der MotoGP hatte er wenig Glück: Was ist nach dem Wechsel zu Ducati möglich?

Hector Barbera ist seit vielen Jahren ein bekanntes Gesicht im MotoGP-Paddock. Zu Zweitaktzeiten gehörte Barbera Jahr für Jahr zu den Favoriten. Doch in der MotoGP hatte der talentierte Spanier noch keine Chance, sein Können auf einem guten Motorrad zu beweisen. In der kommenden Saison geht der Avintia-Pilot mit Material von Ducati an den Start. Kann "Hectic Hector" mit der Open-Ducati sein wahres Talent zeigen?

Seit der Saison 2002 ist der Spanier Stammpilot in der Weltmeisterschaft. Bereits in seiner zweiten WM-Saison konnte Barbera Siege holen und wurde hinter Dani Pedrosa und Alex de Angelis Dritter bei den 125ern. Ein Jahr später krönte sich Andrea Dovizioso zum Weltmeister, Barbera wurde Vizeweltmeister. Und auch nach dem Aufstieg zu den 250ern war Barbera konkurrenzfähig.

In seiner zweiten 250er-Saison gewann Barbera sein erstes Rennen in der mittleren Klasse der Weltmeisterschaft. In der Saison 2009 holte der ehemalige Aprilia-Pilot drei Siege und wurde hinter Hiroshi Aoyama Vizeweltmeister. Doch seit dem Aufstieg in die MotoGP fällt es Barbera schwer, sich in Szene zu setzen. Bisher konnte der zehnfache Grand-Prix-Sieger noch kein MotoGP-Podium feiern. Von 2010 bis 2012 ging Barbera mit der Ducati Desmosedici an den Start. Seit 2013 fährt er für Avintia und verblasst im hinteren Mittelfeld.

"Es war bisher eine schwierige Saison. Auch im vergangenen Jahr war es nicht einfach, weil das Motorrad nicht besonders gut war. Doch in der kommenden Saison erhalten wir Material von Ducati", erklärt der 27-Jährige auf der offiziellen Seite der MotoGP. Barbera ist überzeugt, mit der Open-Ducati wieder weiter vorne zu landen: "Die Ducati ist ein gutes Motorrad. Ich erhalte zudem gute Ingenieure von Ducati. Das freut mich sehr."

"Ich denke, dass ich um Platz acht oder neun kämpfen kann", prognostiziert Barbera, der sich an seine Zweitaktzeiten erinnert: "Bei den 250ern oder bei den 125ern konnte ich mit Lorenzo und Dovizioso auf Augenhöhe kämpfen. Wir machten die Spitzenplätze untereinander aus." Doch nach dem Wechsel wurde es schwieriger: "Ich fuhr bei meinem Debüt für Ducati. Das Motorrad war ganz gut. Doch nach dem Wechsel zu Avintia hatte ich kein gutes Material mehr."

Eventuell wird Barbera noch in der laufenden Saison zur Ducati Desmosedici wechseln. Ducati testet noch vor dem Aragon-Rennen in Mugello und wird die GP14 mit der Open-Software ausrüsten. "Wir werden in Mugello testen und dann entscheiden, ob alles passt. Wir müssen die Open-Software verwenden. Ducati verwendet bei allen Maschinen die eigene Factory-Software. Wenn ich in Mugello mit der Ducati schneller bin, werde ich sie vermutlich auch in Aragon einsetzen. Wenn es Probleme gibt oder ich nicht schneller bin, werde ich erst in Valencia zu Ducati wechseln", berichtet der Avintia-Pilot.

Fotoquelle: Avintia

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