KTM möchte in der MotoGP einen anderen Weg gehen als die etablierten Hersteller

MotoGP 2014

— 18.09.2014

KTM: Mit Gitterrohrrahmen und WP in die MotoGP

Motorsportchef Pit Beirer bestätigt, dass KTM an den KTM-typtischen Merkmalen festhält und bereits einen Testfahrer im Auge hat

Die MotoGP wird in der Saison 2017 um einen weiteren Hersteller bereichert: KTM kehrt in die Königsklasse zurück und möchte die etablierten Werke mit einer kompletten Eigenentwicklung herausfordern. Im Gegensatz zu Honda, Yamaha, Ducati, Suzuki und Aprilia wird KTM am markentypischen Gitterrohrrahmen festhalten.

Ducati verwendete dieses Konzept bei den ersten Desmosedicis. Später wechselte man zum Karbon-Monocoque. Seit der Saison 2012 setzt auch Ducati auf einen konventionellen Alurahmen. Bei Ducati und KTM haben Gitterrohrrahmen Tradition und werden bei den Serienmaschinen verwendet. Dass KTM beim MotoGP-Motorrad an dieser Bauweise festhält, ist dennoch mutig. Zudem verfolgen die Österreicher auch bei den Federelementen einen eigenen Weg und setzen im Gegensatz zur Konkurrenz auf WP-Federelemente.

"Es wird eine richtige KTM. Wir sind überzeugt, dass das Motorrad einen V4-Motor haben wird. Dieser Motor wird in einem Gitterrohrrahmen gesetzt. Zudem werden wir auch beim MotoGP-Projekt WP-Federelemente verwenden", bestätigt Motorsportchef Pit Beirer im Gespräch mit 'MotoGP.com'. Beirer ist stolz, dass KTM nicht auf fremde Hilfe angewiesen ist: "Das Motorrad wird komplett von KTM in Österreich gebaut. Wir schauen uns nicht nach externen Zulieferern um, die ein Motorrad für uns konstruieren. Es soll eine waschechte KTM werden."

Doch einfacher wird es dadurch nicht. Im Vergleich zu Honda, Yamaha und Ducati fehlen KTM wichtige Erfahrungswerte. "Wir gehen den harten Weg und sind uns bewusst, dass es ein schwieriges Projekt ist. Wir benötigen sicher einige Jahre, um uns zu etablieren", erklärt Beirer, der früher oder später mit KTM in der MotoGP erfolgreich sein möchte: "Es ist ein Langzeitprojekt. Doch wir freuen uns darauf und arbeiten hart."

Der erste Shakedown der MotoGP-KTM soll im Spätsommer des kommenden Jahres erfolgen. Offen ist, ob das Motorrad bereits mit Michelin-Reifen auf die Strecke geht oder die ab der Saison 2016 verwendeten Michelin-Pneus montiert werden. "Es ist unser Ziel, das Motorrad für die Michelin-Reifen zu entwickeln. Wir werden nie die Gelegenheit haben, mit Bridgestone-Reifen anzutreten. Michelin ist die Zukunft", stellt Beirer klar. "Es würde keinen Sinn ergeben, mit anderen Reifen zu testen." Einen potenziellen Testfahrer hat KTM bereits im Auge. Details kann Beirer aber noch nicht verraten.

Fotoquelle: KTM

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