MotoGP in Aragon: Pre-Events

MotoGP 2014

— 26.09.2014

Kompakter und komfortabler: Die GP14.2 im Detail

Ducati will seinen Piloten mit der GP14.2 unter anderem mehr Komfort und Mobilität bieten - Eine Revolution ist die neue Maschine der Italiener allerdings nicht

Ducatis GP14.2 hat in der MotoGP gleich bei ihrem ersten Einsatz einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In Aragon setzte am Freitag zunächst Andrea Iannone die Bestzeit, am Nachmittag brannte dann Andrea Dovizioso die schnellste Runde in den Asphalt. Doch welche Vorteile bietet die neue Desmosedici ihren beiden Piloten genau? Und wie groß ist der Fortschritt wirklich?

Hauptmerkmal ist das schmalere Design der Maschine. Das fängt bereits vorne am Lufteinlass ein und zieht sich durch das gesamte Motorrad. Um die GP14.2 so gestalten zu können, wurden beispielsweise einige Motorelemente ebenfalls schmaler gebaut und neu angeordnet. Das gibt Dovizioso und Iannone zwar keine zusätzliche Leistung, hat aber trotzdem einen entscheidenden Vorteil.

Die Piloten genießen nun mehr Mobilität auf der Maschine. "Es gibt mehr Platz, wir können uns mehr auf dem Motorrad bewegen", erklärt Iannone. Dadurch können sich die Piloten nun beispielsweise noch enger in die Kurven legen. Außerdem sind Richtungswechsel nun wesentlich einfacher und verlangen den Fahrern weniger Kraft ab. Des weiteren liegen durch das kompaktere Design nun auch die Fußrasten enger beieinander.

Insgesamt hat sich die gesamte Geometrie des Motorrads verändert, wodurch sich nun mehr Spielraum bei den Einstellungsmöglichkeiten ergibt. Doch das alles bringt - zumindest vorläufig - auch Nachteile für die Piloten mit sich. "Es war schwierig, sich auf das neue Motorrad einzustellen, denn die Größe ist ganz anders", berichtet Dovizioso. Nach ein paar Sitzungen sollten diese Startschwierigkeiten allerdings der Vergangenheit angehören.

Alte Probleme bestehen noch immer

Ducati-Corse-Chef Luigi "Gigi" Dall'Inga hat eine genaue Vorstellung vom dem, was er seinen Piloten zur Verfügung stellen will. Trotzdem darf die GP14.2 nicht als Revolution verstanden werden. Viel mehr ist sie ein Übergangsmodell, denn zur neuen Saison soll dann bereits die GP15 an den Start gehen - die dann komplett unter der Aufsicht Dall'Ingas entstehen wird.

"Der Unterschied ist sehr klein", betont Iannone und auch Dovizioso weiß, dass die GP14.2 nicht in jeglicher Hinsicht besser als das Vorgängermodell ist. "Das Untersteuern ist geblieben", verrät der Italiener, der sich damit im Vergleich zu seinen Konkurrenten noch immer im Nachteil sieht. Ein Problem, dass Ducati in diesem Jahr nicht mehr lösen wird. Hier ruhen die Hoffnungen auf der komplett neuen GP15.

Wie groß der Fortschritt ist, den Ducati mit seiner GP 14.2 gemacht hat, wird sich wohl frühestens im Rennen zeigen. Denn auf einer Runde war auch das Vorgängermodell bereits schnell, das haben Dovizioso und Iannone regelmäßig bewiesen. Die neue Desmosedici muss vor allem im Rennen einen Sprung nach vorne machen, denn da hatte Ducati in dieser Saison am meisten zu kämpfen.

Fotoquelle: FGlaenzel

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